536 Seidenwirkerey.
Schaft 1 bleibt, wie schon oben erwähnt, und da derFigurentritt 1 viermal, und der Bindeschußtritt 3 auchviermal, jedoch einer nach dem andern, getreten wird, sobildet sich ein kleines Skeinchen mit seinen acht Ketten,fäden und acht Einschlagsfäden. Der Weber tritt da> jher mit dem linken Fuß den Tritt 1, und mit dem rech. sten den Tritt 3 Wechselsweise viermal. Sobald dieses !geschehen ist, und der Weber den Fußtritt 2 tritt, so wech- >selt der Schaft 2, und dieser kommt oben, um einen neu- sen Stein zu bilden, und zwar in gerader Linie durch die >ganze Linie des Wetterstrahls. Da nun bei diesemTritte der Schaftl herunter gegangen ist, so seht er ne-ben den Einschußfaden sein anderes Skeinchen ab undmacht den Bund, arbeitet auch nachher immer Wechsels-weise, um den Einfchußfaden leinwandartig zu verbin-den; denn bei den Figurentritt 2 ist der Schaft 2 be-ständig oben, so wie er auch bei dem Treten des Binde-schusses oben bleibt, -er Schaft 6 bleibt dagegen bestän-dig unten. Hat nun der Arbeiter diese beiden Steinegewirkt, und geht zum vierten Tritte, als den drittenFigurentritt über, um einen andern Stein zu weben,so tritt er diesen mit dem rechten Fuß, und den Binde-schußtritt mit dem linken, weil ihm dieses bequem ist.Auf die angeführte Art geht er alle vier Figurentriktedurch, und tritt solche wcchselsweise mit dem Binde-schußtritt, und ist dieses geschehen, so ist der ganzeWetterstrahl fertig. Jetzt muß nun der Weber auchdie Carreaux hervorbringen, welches die nämlichen Ket-tenfäden mit denselben Schäften verrichten, außer daßder Fabrikant eine andere Ordnung beim Treten derTritte beobachten muß.
Dieser Zeug ist von beiden Seiten rechts, weil dieHälfte der Kettenfäden auf jeder Seite den Stein rechtsbildet, indem gleich viel oben und unten bei dem We-ben liegen. Mit dieser einzigen Einrichtung, sowohldie Einpassirung der Kettenfäden in die Schäfte, als