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Seidenwirkerey.
werden, die Bilder werden aber hier nicht, wie beidervorigen faconnirten Arbeit durch die Schäfte und Fuß.tritte hervorgebracht, sondern durch den Zug der Kegelvermittelst der Harnischletzen, wodurch die Ketten-fäden, welche die Bilder in dem Zeuge hervorbringengezogen werden. Man macht aber auch eine Art Zeugmit dem Kegelzug, indem man die Kettenfäden nichtdurch Harnischletzen, sondern durch sehr viele Schäfteoder Kämme zieht; diese Schäfte werden aber nichtalle durch das Treten der Fußschemmel in Bewegunggesetzt, sondern vermittelst des gedachten Kegelzuges.So viel ist gewiß, daß man mit dem Kegelzuge weitauSgeführtere Figuren hervorbringt, als mit den Schäf.ten und Fußtritten; denn je ausgeführter in den Far-den ein Bild in dem Zeuge werden soll, um so mehrFäden des Aufzuges oder der Kette werden auch er-fordert, eine Stelle zu bilden, und um so mehr Fädenmüssen auch beim Weben herauf- oder heruntergehen.Man kann solches zwar auch durch die Schäfte undFußtritte bewirken, aber mit vielen Beschwerlichkeiten;denn wenn man gleich im Stande ist, so viele Schäfteanzubringen, daß die Kettenfäden zur Figur in erfor-derlicher Anzahl einpassirt werden können, so läßt sichdoch solches bei den Fußtritten nicht ohne große Be-schwerde thun, weil bei großen Figuren die Anzahl derSchäfte und Fußtritte zu stark anwachsen würde. Mauhat dieserhalb zwar die Einrichtung getroffen, daß vieleSchäfte, welche sich oft auf hundert belaufen, die aus-geführtesten, Bilder in einigen Zeugen hervorbringen;sie werden aber durch den Kegelzug in Bewegung ge-setzt. Man hat also eine zweifache Art Stühle mit demKegelzug, woran die eine Art Schäfte, die andere aberdagegen Harujschschnüre hat. Die Stühle, worein dieKettenfäden nach Maaßgabe der Figuren einpassirt unddurch einen Kegelzug gezogen werden, müssen solang,als möglich seyn, und da man auf diejer Art von