Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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558 Seidenwirkerey.

Mit diesen 24 Rollen werden drei Gänge geschorenund jeder Gang zum Verlegen abgebrochen. Man le'set die Fäden doppelt ein, und bei jedem Herauf- undHerunterscheeren einer jeden Farbe wird gestürzt, damitdieFarben, wie sie in der Ordnung aufeinander folgen, zu-sammen kommen, und so scheert er auch mit den übrigenRollen bis er die 260 Rollen oder 1110 Doppelfadendurchgeschoren hat. Die Kette wird nun aufgebäumt,wie schon oben angeführt worden. Zu dieser Art Zeugist eine doppelte Einrichtung nöthig, wenn die verlang-ten Bilder hervorgebracht werden sollen; die Einrichtungder Kegel und der verschiedenen Schäfte. Matt ge-braucht hier 12 Schäfte und 8 Fußtritte, womit so-wohl der Sergegrund, als auch der Bandengrund unddie Kanalstreifen hervorgebracht werden. Angenom-men > daß sich eine Blume in diesem Zeuge durch Mdoppelte oder 320 einfache Faden bildet. Die Gänse-augen, welche in die Köperstreifen kommen, aber durch80 doppelte Fäden, so muß auch, da sowohl die Blume,als auch die genannten Augen sich jedes in der ganzenBreite dreimal darstellen soll, auch jedes dreimal einpas-sirt werden. Die Blumen und Gänftaugen müssensich in der Breite in einer Linie bilden und beide machendaher auch einen Theil aus. Da es nun zwei verschie-dene Figuren sind, und sich beides nicht nebeneinanderbildet, sondern jeder durch Zwischenräume von einanderabgesondert ist, so hat eine jede Figur auch ihre beson-dern Arkadenschnüre ; folglich sind an jeder Arkade sechseinzelne Schnüre; 3 für die Blume und 3 für die Gän-seaugen; und weil 160 doppelte Fäden die Blumen bil-den sollen, so braucht man hierzu 80 Arkaden. DieSchäfte mögen nun ganz oder nur zuM Theil ohne Au-gen seyn, so wird zur Einpassirung der Kettenfäden ge-schritten. Da sich der Zeug mit einer Köperstelle an-fängt, so müssen auch die Faden zum Köper erst einpas-sirt werden. Zu dieser Köperstelle gebraucht er 167