Seife (Wasch-). Seife (wohlriechende). 657
dann eine Seife, welche mehr oder weniger flüssig ist,nachdem sie kürzere oder längere Zeit an dem Feuersteht. Diese Wachsseife ist so weiß, als der Schnee,und macht im Waschen damit eine gute Haut.
Seife (Wasch-), eine jede Seife, die zum Reinigen derWäsche, des Gesichts, der Hände rc. gebraucht wird,die weiße gemeine Seife aus Kalilauge und Talg, unddie feinere, aus einer Natrumlauge und Oelen, als^ Baumöl, Mandelöl rc.; s. oben, S. 574 u. f.; S.S. 571, und 615 u. f.
— (weiche), s. oben, S. 571, 627, und Seife(Schmier.).
— (wellenförmiggezeichnete), geblümteSeife, flammigte Seife, eine weiße gewöhn«liche Seife, die durch und durch wie ein gemoorterZeug aussieht, und weißliche oder bläuliche Wellen oderFlammen hat. Sie entsteht von selbst und ohnekünstliche Farbe, wenn man die noch weiche Seifein der Form mit einem Holzspatel der Länge und dannder Breite nach durchrührt, und Luft hineinbringt;s. auch oben, unter Seife und Seifensiederey.
— (weiße), s. oben, S. 574 u. f.
— (wohlriechende), Seifen, welche mit wohlrie-chenden Oelen und Essenzen bereitet werden, in derParfümirkunst vorkommen, und auf die Toilette derDamen, auch eleganten Herren gehören. Eine wohl-riechende Mandelseife zu bereiten. Manschabe, nach Trornmsdorf,*) ein Pfund Alikanti«sche weiße Seife zu dünnen Spänen, übergieße diesemit einem Maaße Regenwasser, und bringe es in ei-nem saubern kupfernen Kessel über gelindesKohlenfeuerzum Kochen, wobei man jedoch Alles mit einem höl-
*) Kalloplstrla oder die Kunst der Toilette für die ele-gante Welt von D. I. B. TrommSdorf. Erfurt, »ZoZ,S. 225 .
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