Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seifenkugel. 667

ponariae, in der Heilkunst angewendet. Die Wur-zel muß, wie schon oben angeführt worden, die Dickeeines Gänsekiels haben, rund, knorplicht, von außenbraunroth, von innen weiß seyn, frisch einen etwasbrennenden Geschmack besitzen, dabei schleimigt undbitterlich seyn, mit Wasser gekocht, wie die Seifeschäumen, und das damit gekochte Wasser den Schmutzwegnehmen. Durch Säuren wird das seifenartigeWesen zerstört. Die Benutzung ist gegenwärtig inHautkrankheiten, Rheumatismen, Gicht und Poda«gra, syphilitischen Uebeln rc. Die Gabe ist von 2Quent bis zu einem Lothe. Die Mischung Queck-würz, Bittersüß, Franzosenholz, in Form eines Ab-suds. Die Blätter sollen überflüssig seyn. DieseWurzel soll nachMoeuch völlig dieSassaparill undChinawurzel ersetzen und zu den wirksamsten Mittelndieser Art gehören. Der wirkende Bestandtheil wirdmit Wasser ausgezogen. NachCartheuser ent-halten 4 Loth Wurzel 6 Quentchen 24 Gran davon.Chemisch untersucht giebt das Seifenkraut viel we-sentliches Salz und Oel, und färbt das blaue Lack-muspapier roth.

Die übrigen Arten des Seifenkrautes, alsdas Kretisch eSeifenkraut, Kgpouaria ereticqI-.; das OrientalischeSeifenkraut, 8spona-ria orleuislis 4,. ;das gelbe Seifenkraut, 8a-pmiaria lutea ; und mehrere andere Arten kom-men in unsern Gärten und Zimmern als Ziersträu-cher nicht vor, auch nicht in der Arzneikunst oder insonst einem Gewerbe, daher übergehe ich sie hier.

Seifenkugel, in der Parfümirkunst, Seife, welchezu einer Kugel geformt worden, oder der man die Ge-stalt einer Kugel gegeben; Kugelseife. Um parfü-Mitte Seifenkugeln zu verfertigen, nimmt man zweiPfund Seife, eine Unze Lasurblau, eine Unze Bley-