Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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696 Seihtrichter.

bei sich zu führen, kann aber auch für sehr geringeKosten angeschafft werden. Er wird aus verzinnten,Blech gemacht, so daß er 1 Fuß lang, in seiner obernOeffnung 4 Zoll, und in seiner untern 1^ Zoll imLichten weit ist- Der Rand der obern Oeffnungwird, um die Steifigkeit zu vermehren, über einenRing von Draht geschlagen. Unter diesem Randewerden zwei kleine herzförmige Ringe von Draht ge<gen einander über so befestiget, daß sie sich auf- undniederbeugen lassen, der Rand der untern Oeffnungwird mit einem Hammer ausgettieben, so daß er ei.nen kleinen Stab oder eine Hohlkehle bekommt, undder Mündung eines weiten Zuckerglases gleicht.Unter diesem Rade müssen dann zwei Löcher, einesgegen das andere über eingebohrt werden, wodurchman einen Faden quer über die untere Oeffnung zieht,und am Rade befestiget, um den Schwamm zurückzu halten. In den Trichter preßt man mit einemdicken abgestutzten Stock, einen feinen ausgekochtennassen Schwamm, der so groß ist, daß er, zusammen- !gedrückt, bis 2 Zoll von dem inwendigen Raume,nahe an der unteren Oeffnung, einnimmt. Soll nunWasser durchgeseihet werden, so schlagt man einenkleinen Nagel, oder schraubt einen Pfropsjieher, denman leicht bei sich führen kann, nahe am Rande ei-nes Tisches ein, und hangt den Trichter vermittelsteines Ringes daran, welcher sich unter dem obernRande befindet. Dann steckt man den Hals einerMit Wasser angefüllten Bouteille in die obere Oeff-nung , und läßt dieselbe verkehrt so lange darauf ste-hen, bis das Wasser durch den Schwamm tropfen-weise gelaufen ist, welches man in einem daruntergesetzten Glase auffängt. Nach vollendetem Ge-brauche muß man den Schwamm nicht etlicheTage in dem Trichter stecken lassen, sondern ihnherausnehmen und rein auöwaschen, sonst wird er