— Elektricität und Galvanismus. —
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nach ihrem Entdecker sog. Galvani ’sche Ströme durchchemische Wirkung erregt werden: Taucht man nämlicheine Zinkplatte in verdünnte Schwefelsäure, so entwickeltsich Wasserstoffgas, das zunächst an der Platte aufsteigt,— amalgamirt zeigt sie sich fast unempfindlich gegen dieSäure, — setzt man aber noch eine Kupferplatte in dieSäure und verbindet sie metallisch mit der Zinkplatte,so entsteht ein elektrischer Strom, der durch das nun-mehrige Aufsteigen des Wasserstoffgases am Kupfer sicht-bar wird. — Einen kräftigem Strom erhält man durchVereinigung mehrerer Elementenpaare zu einer Kette:Entweder baut man eine Säule, bei welcher in gleicherFolge Zink, Kupfer und eine mit einem Leiter (Salz-wasser oder stark verdünnte Säure) befeuchtete Tuch-scheibe wechseln, eine sog. Volta'scbe Säule, — oderman taucht in eine Reihe mit verdünnter Schwefelsäuregefüllter Zellen je ein Zink- und ein Kupferelement, undverbindet die Zinkplatte einer Zelle metallisch mit derKupferplatte der folgenden Zelle, — oder man theilt nachDaniell’s Vorschläge, um eine Batterie von etwas constan-terer Wirkung zu erhalten, jede Zelle durch eine poröseScheidewand ab, setzt in den einen Theil ein Zinkelementin eine Lösung von Kochsalz, in den andern ein Kupfer-element in eine Lösung von Kupfervitriol, — etc. Inallen Fällen entsteht der Strom, sobald die äusserstenElemente durch den sog. Polardraht mit einander ver-bunden werden. — Ebenso entstehen elektrische Ströme,wenn man, wie bei der sog. Erdbatterie, in die feuchteErde eine Zinkplatte, an einer andern Stelle eine Kupfer-platte eingräbt, und beide Platten durch einen Draht ver-bindet, — oder, vvenn man, wie bei der sog. thermo-elektrischen Säule, aus zw T ei Streifen verschiedenerMetalle einen Ring zusammenlöthet, und den Löthstellenverschiedene Temperaturen gibt, — etc.