214
Einleitung.
Marsparallaxe und die Veränderlichkeit des Sekunden-pendels, — und Gregor XIII. bahnte die von der Kirchelängst verlangte Kalenderreform an. (XX).
394. Die neuere Astronomie. Die Ausbildung derhohem Mathematik und Physik (4), — das Bedürfnisvergleichbarer Maasse, genauer Karten, sicherer Orts-bestimmungen zu Land und Wasser, zuverlässiger An-haltspunkte für Chronologie, etc., und das sich immermehr verbreitende Interesse für 'wissenschaftliche Aus-bildung überhaupt sicherten der Astronomie auch in derneuern Zeit Fortschritt und Bedeutung: Die frühemInstrumente wurden nicht nur verbessert, und durchRamsden , Dollond , Reichenbach, Fraunhofer, etc. umTheodolit, Meridiankreis, parallaktisch-montirte Achro-maten mit Ring- und Schraubenmikrometern, Helio-meter, Registrirapparate, etc. vermehrt, sondern Mayer,Bradley, Bessel , Gauss , etc. erfanden Beobachtungs- undRechnungsmethoden zur Bestimmung oder Eliminationihrer Fehler, — die Sternwarten wurden zweckmässigereingerichtet, über die ganze Erde verbreitet und zumTheil durch Telegraphen verbunden, — die astronomi-schen Tafeln und Sternkarten durch Bouvard, Lindenau,Hansen, Argeiander, etc. vervollkommnet; Weidler,Montucla , Lalande, Littrow, etc. sorgten für Geschichts-werke und Lehrbücher, — Bode, Zach, Bohnenberger,Schumacher, etc. für raschen Austausch der Arbeiten.Grösse, Gestalt und Gewicht der Erde wurden durchBouguer, La Condamine , Maskelyne , Cavendish, etc.,immer genauer ermittelt, — die tägliche und jährlicheBewegung derselben theils durch Benzenberg’s undFoucault’s Fall- und Pendel-Versuche, theils durchBradley’s Entdeckung der sog. Aberration des Lichteserwiesen, — Lacaille und die zahlreichen Beobachterder Venusdurchgänge von 1761 und 1769 maassen die