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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Säure.

Die tropfbarflüssigL Schwefelsäure und Salpeter-säure enthalten in ihrem concentrirtesten Zustandeeinen Antheil Wasser; denn wenn man dieselbenmit Grundlagen verbindet, so wird ein Theil Was-ser abgeschieden, der sich durch kein anderes Ver-fahren von ihnen trennen läßt, Dieser Antheil istganz unabhängig von dem, welcher mit der Säurein der Regel in die neue Zusammensetzung eingeht.Selbst die Bildung dieser Säuren scheint ohneMitwirkung von Wasser unmöglich zu seyn.

Mengt man gasförmige, schweflichte Säureund Sauerstoffgas, beide vollkommen trocken, überQuecksilber, so gehen sie keine chemischen Verbin-dungen mit einander ein; so wie man aber ietwasWasser hinzutreten läßt, so wird durch ihre Verei-nigung Schwefelsäure erzeugt. Die Vereinigungvon Salpetergas mit Sauerstoffgas zu Salpeter-säure scheint ebenfalls nur durch Mitwirkung vonWasser Statt zu finden. Bei der gewöhnlichen Artdiese Säure zu bereiten, giebt die zur Zersetzungdes Salpeters angewandte Schwefelsäure das erfor-derliche Wasser her, bedient man sich aber zu dieserZersetzung des Thons, so muß derselbe, wie GayLüssac bemerkt hat/-') feucht sein. PhoSphorsäure,die in ihrem concreten Zustande längere Zeit einerhohen Temperatur ausgesetzt wurde, enthält, nachBerthollet, noch den vierten Theil ihres Ge-wichtes Wasser; eben so scheint die Boraxsäure im-mer einen Theil davon zurück zu halten. Suchtman den Säuren ihren Wassergehalt möglichst zuentziehen, so hat dieses einen merkwürdigen Einflußauf ihr chemisches Verhalten. Die PhoSphorsäureund Boraxsaure, welche man durch anhaltendesGlühen zu entwässern suchte, haben beide in diesemZustande einen guten Theil ihrer Eigenschaften als

KI«IN. «I'^rcueil, loni. II, x. 337.