110 Srabiose.
Z97. Alsrtft. p. 62z. /g. Lucorsa Iiirsutn.Lauft. jii». Z69.!
Der Stängel dieser, beinahe in ganz Deutsch,land auf feuchten Wiesen, an Wiesenrändern undin Wäldern wildwachsende Scabiose ist aufrecht,etwas rauch, i — 2 Fuß hoch, ziemlich einfach,oft nur mit zwei Seitenästen versehen. Die Wur-zelblätter stehen gehäuft, sind gestielt, ey-lanzettför-mig, ganzrandig, behaart, am Rande gefranzt. DieStängelblätter lanzettförmig, weitläuftig gezähnt,auf der Oberfläche fast glatt, die ganz obersten un-ter den Blumenstielen stehende Blätter sind schmä-ler, gangrandig, an der Basis verbunden. Der ge-meinschaftliche Kelch ist vielblättrig; die Blättchensind ey-lanzettförmig, spitzig, an der Basis mitzahnförmtgen, stumpfen Hervorragungen (Schwielen)versehen, welche beinahe den Blumenstiel umfassen.Die Krönchen sind schön himmelblau und vierspaltig.Die Staubfäden sind dreimal länger, als der Grif-fel; der Fruchtboden mit lanzettförmigen, an derSpitze braunen Spreublättchen besetzt. Die Blü-thezeit ist vom Juli bis August, und sie variirt zu-weilen mit weißen und rothen Blumen. In denApotheken wurde sie unter dem Namen Norsus clia-ftoli seu sueoissas fterfta aufbewahrt. Die Kräftesind in der Heilkunst denjenigen der folgenden, No. 2,gleich. Nach Dodonäus soll das Dekoct des Teu-felsabbisses ganz vortrefflich wider die Entzündung desHalses, swenn man es zum Gurgeln gebraucht seyn.Simon Paul li, ein glaubwürdiger Schriftsteller,versichert, daß er sich desselben mit gutem Erfolge,nicht nur in der Bräune, sondern auch in venerischenGeschwüren des Mundes und Halses bedient habe.Nach dem Cäsalpin ist die Wurzel dieser Pflanzeein vortreffliches Gegengift wider alle Arten Gifte,ferner stärkt sie das Herz und zertheilt das geronnene