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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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612 Schaf und Schafzucht.

alle Obdach, Wartung und Schutz nöthig. Manmuß daher alle, als aus der Art geschlagene Racenansehen, die der Mensch mit seinen Handen gebil-det, und zu seinem Nutzen fortgepflanzt hat; dage-gen wird er zu eben der Zeit, da er diese zahmenRacen gefüttert, gewartet und vermehrt hat, diewilde, ursprüngliche Race, die starker, unlenksanmund mithin lästiger, auch nicht so nützlich war, ver-jagt und ausgerottet haben. Man wird diese wildeRace nur noch in geringer Anzahl in einigen we-niger bewohnten Gegenden, in welchen sie sich hatbehaupten können, antreffen, und hier führt nunBüffon auf den Muflon, s. oben, S. 546 u.f.Dieses Thier, welches im ungebundenen Zustande derNatur lebt und sich vermehrt, und welches mit demWidder, Kopf, Stirn, Augen, ja das ganze Gesichtgemein hat, auch die Gestalt der Hörner und desKörpers, zeugt auch mit dem zahmen Schafe. Dereinzige Unterschied zwischen dem Muflon und unsernSchafen ist der, daß jener statt der Wolle, die diesehaben, Haare trägt; allein auch dieses würde keinenUnterschied begründen, da auch bei zahmen Schafen,die Wolle kein wesentliches Kennzeichen, sonderneine Frucht des gemäßigten Erdstriches ist, da ebendiese Schafe in den heißen Ländern keine Wolle ha-ben, und alle mit Haaren mehr oder weniger bedecktsind, und auch noch ihre Wolle in sehr kalten Län-dern eben so grob und störricht, als das Haar ist-Man darf sich daher nicht wundern, daß das ur-sprüngliche wilde Stammschaf, welches Frost undHitze ausstehen, und ohne Obdach in. den Wäldernleben, und sich vermehren müssen, nicht mit Wolleversehen ist, die es in den Gesträuchen bald verlorenhaben würde, und deren Natur dadurch, daß sie be-ständig der Luft, und, nach Beschaffenheit der Jah-reszeit, bald der zu großen Kälte, bald der zu gro-