Schaf und Schafzucht. 641
«s jetzt aus Erfahrung, daß in unsrem Klinra vondem nördlichsten Ende Schottlands bis an das süd-lichste von England, superfeine Wolle erzeugt werdenkann; aber ungeachtet des höhern Werthes, den diekurze Wolle zum Vortheil unsers Handels hat, undobgleich unsere Weiden zur Erzeugung dieser Wollevorthcilhaft sind, so beschäftigen sich doch unserePachter und Schafzüchter seit dreißig Jahren nutzausschließlich mit Vervollkommnung der grob- undlangwolligen Racen von Lincoln, Cottwold, Romneyund besonders von Leicesier. Die Gestalt der Schafeist zu einem so hohen Grade der Vollkommenheitgebracht, daß nichts! bewunderungswürdiger seyn kann.Es scheint, man habe einem, in allen Stücken voll-kommen in Thon geformtem, Thiere Leben gegeben.Die Kunst Schafe zu mästen, ist gleichzeitig zu. ei-nem außerordentlich hohen Grade gediehen. Seiteinigen Jahren hat man Ausdrücke neu geschaffen,die bis dahin ganz unbekannt waren, welche aberjetzt allgemein angenommen worden, als Vorder--Dünnung oder Ribben (koi-o Wank) das Küs-sen (ouMon) rc. rc. Gern würde ich meiner Nei-gung folgen und diejenigen loben, denen es geglücktist, die Vervollkommunng der Racen in Ansehung derFähigkeit des Fcttwerdeus so,weit gebracht zu ha-ben. Viele Leute würden mich mit Vergnügen an-hören; allein ich halte für meine Pflicht, selbst aufdie Gefahr gegen mannigfaltiges Privat-Jntereffezu verstoßen, die Wahrheit zu sagen, und die Land-wirthe auf einen für den Natiönalwshlstand ss un-endlich wichtigen Gegenstand aufmerksam zu mache«.An der dem Departement des Ackerbaues von. mir,ubergebenen Adresse, bin ich vorzüglich bemühet ge-wesen, die Landwirthe zu erinnern/ daß sie nicht dar-auf denken möchten, Schafe, von welcher Art fisauch seyn mögen, in einer Gegend zu erziehen/ tzs-Oe<. rechn. Enc. OXXXVIII. Theil, S s