645
Schaf und Schafzucht.
schwinde, wie dieses, seinen Reichthum durch Ein-führung der Spanischen Schafracen vermehren."
Als die Gesellschaft zu Bach ein Comita zurUntersuchung der Herden des Lord Sommervilleabschickte, stattete dasselbe folgenden Bericht ab: „Dievon dem Lord Sommerville aus Spanien erhal-tenen Schafe sind mit mannigfaltigen Schwierigkei-ten, mit vieler Mühe und großen Unkosten zusam-mengebracht; die Wolle scheint von außerordentlicherSchönheit zu seyn; er veredelt die Racen von Rye-land und Southdown durch Spanische Böcke."
„Die Mutterschafe,- von denen hier die Rede ist,sagt ferner der Lord Sommerville, sind mitgroßer Sorgfalt in Herfordschire und Sussep ausge-wählt; die von ihnen erzeugten veredelten Lämmerwerden bald die Vortheile oder Nachtheile diesesUnternehmens beweisen. Bis jetzt geht meine Ab-sicht nur dahin, die Wolle der halbschlächtigen Schafeso weit zu veredlen, und ihnen eine, so viel als mög-lich, rosenfarbige Haut zu geben, als es wird ge-schehen können, ohne daß die Gestalt und die eigen-thümlichen Eigenschaften der Mutter dadurch verän-dert werden. Andere aber werden sehr wohl thun,die Veredlung so weit zu treiben, als es möglich ist,um sie dem völlig Spanischen Blute zu nähern.Meine Spanische Herde hat im Ganzen viel Bei-fall gefunden, und man hat mir verschiedene Anträgegemacht, um von mir Böcke zu erhalten; alleinwenn es darauf ankommt, ein recht tief eingewurzel-tes Vorurtheil zu überwinden, so kann man nichtvorsichtig genug zu Werke gehen."
Ich besitze gegenwärtig Jährlinge von veredel-ter Race, welche ihren Ryeländischen Müttern au-ßerordentlich ähnlich sind. Die jungen Böcke haben,einer ausgenommen, keine Hörner, und bei diesemeinen sind sie auch sehr klein; und «6 ist, wahvschein-