Schaf und Schafzucht. 703
marin, Dubais, Gilbert, Huzard, Par-mentier, Rougier-Labergerie, welchen nochin der Folge Herr Tessier beigesellt wurde.
Im neunten Jahre der Republick (igoi) brachteGilbert, ein oben erwähntes Mitglied der Acker-bau-Commission, eine zweite Herde aus Spaniennach Frankreich herüber, welche von der andern, dieman im Jahre 1736 einführte, getrennt aufgestelltwurde, so daß sie nicht in der geringsten Verbin-dung miteinander stehen. In den Jahren der Re-publik 5 — 10, in welchem Zeitraume die Herde amschnellsten anwuchs und in welchen die FranzösischenLandwirthe die HülfSquellen recht schätzen lernten,welche diese Herde der Landwirthschaft und denWollfabriken darbot, wurden 856 Böcke und 464Schafe verkauft, welche zusammen 20,000 Frankeneinbrachten. Auch wurde die Wolle der Merinosbei jedem zu Rambouillet jährlich angestellten Ver-kauf weit theuer bezahlt, als die von den bisher fürdie besten gehaltenen Französischen Racen, ja fastselbst der Preis jährlich gesteigert, so daß er imzehnten Jahre der Republik dem gewöhnlichen Han-delspreise der aus Spanien kommenden superfeinenWolle gleich gewesen ist. Hierbei ist zu bemerken,daß die Kaufleute jederzeit übereingekommen waren,diese Wolle zu verachten um zu verhindern, daß sienicht nach dem wahren Werthe bezahlt würde; fer-ner daß der Handel immer in baarem Gelde undnicht auf Papier abgeschlossen wurde; daß der imHandel gewöhnliche Abzug von vier aufs hundertnicht Statt fand; daß die mit ungleich mehreremFette, als die Landwolle, angefüllte Wolle der Merinos inder Wäsche mehr, als jene am Gewicht verliert;daß zu Rambouillet nur die Bauchwolle aus denPelzen ausgesondert wird, welches auf jeden Pelzeinen Abgang von nicht mehr als 6 Unzen beträgt, an-