?18 Schaf und Schafzucht.
den» Wahrend der Sprungseil giebt man den Bö»cken etwas Hafer, wodurch sie Kraft bekommen, weilMan sich überzeugt hält, daß es bei den Nachkom-men, welche sowohl in Ansehung des Körperbaues,als auch der Eigenschaft der Wolle mehr nach demVater, als nach der Mutter fallen, von großer Wir,kung ist, wenn ein oder der andere Bock mehr oderweniger bei Kräften gewesen ist. Diese Beobachttung ist besonders bei der Begattung der Landschaftmit Spanischen Böcken sehr wichtig. Einen Monatvor der Lammzeit und einen Monat nachher, auchwohl länger, wenn die Mutterschafe nicht in denFeldern reichliche Nahrung finden sollten, oder wennman den Mangel im Winter nicht durch gutes Fut-ter im Stalle ersetzen kann, giebt man ihnen etwasKleie, Hafer, Erbsen, kleine Bohnen Und anderesGetreide; auch den Lämmern giebt man Kleie, wennsie fressen können; man scheut diese kleinen Ausgabennicht, weil sich der Werth und die Schönheit da-durch reichlich bezahlt macht. Diese Zulage vonKleien, Hafer rc. richtet sich nach der Beschaffen-heit der Weide, ist diese gut und nahrhaft, so istwenig Zulage nöthig, im entgegengesetzten Falle istsie dringend nothwendig. Was das Trinken derSchafe anbetrifft, so herrscht in vielen Departementsdie Gewohnheit, die Schafe nie zu tränken, die fein-wolligen Herden werden jedoch von einsichtsvollenLandwirkhen täglich getränkt, wozu man klares undleicht fließendes Wasser wählt, wenn es gerade andem Ort vorhanden ist, sonst gebraucht man auchBrunnenwasser. Man setzt überhaupt in den Stäl-len Wasser hin, damit die Schafe zu jederzeit trin-ken können, besonders aber, wenn die Witterung sobeschaffen ist, daß man sie Nicht heraustreiben kann,folglich in der kältestem Jahreszeit. Was dieS prungzeit anbetrifft, so herrscht im vielen Schä»
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