Schaf und Schafzucht. 72l
hat auch durch die Spanische Race die inländischen,nämlich die aus dem Texel nud aus Frießland, veredelt,und die veredelten Racen haben Wolle, welche ebenso fein und noch besser ist, als die der Merinos.Auch will er die Bemerkung gemacht haben, daßdie Wolle der auf einem fetten Boden erzogenenveredelten Schafe, weniger fein ist, als die Wolleder auf einem leichteren Boden erzogenen.
Auf Ansuchen der ökonomischen National-Ge-sellschaft zu Hartem: aufs neue Merinos aus Spa-nien kommen zu lassen, hat Herr Twent durchVermittelung des Spanischen Gesandten im Jahre1792 wiederum drei Böcke und vier Mutterschafeaus Spanien erhalten. Auch mehrere andere Land-wirthe, oder sich mit der Landwirthschaft beschästi-gende Personen, als die Herrn Cuperus, Kopsund Collot haben sich Merinos angeschafft, umdurch sie die Landesrace zu veredeln. Lastey riehat auf dem Ländgute des Herrn Cuperus heiLeyden Nachkommen von Merinos und der Landes-race auf einer reichlichen, aber feuchten Weide gese-hen, welche beinahe so feine Wolle, als die Meri-nos geben. Herr Kops erzieht in den Dünen beiHartem eine Herde von vermischt Spanischen, Frie-sischen Racen, und der aus dem Tepel, welche La-stey rie schon bis zur dritten Generation gesehenhat, und nach diesem Schriftsteller soll man glück-liche Resultate davon erwarten können. SowohlHerr Twent, als auch Herr Cuperus sollen denGutsbesitzern, welche die inländischen Racen in ver-schiedenen Gegenden von Holland haben veredelnwollen, Böcke geliefert haben.
Die Art die Schafe in Holland zu erziehen,hängt mit der natürlichen Beschaffenheit des Landesenge zusammen, und weicht daher von demjenigenVerfahren anderer Länder merklich ab. Jeder Pach-
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