164 Schiffbaukunst.
maaßen der Länge, der Weite oder der Tiefe desHols etwas zuzusetzen. — Hat ein Schiffbauer daSKiel zu hoch angeordnet, dergestalt, daß der Schwer«punkt des ganzen Schiffes sehr hoch läge, so würdedas Schiff entweder nicht gut Segel tragen können,oder die unterste Lage müßte dem Waffer sehr naheliegen; denn wenn 1) die unterste Lage gehörig hochläge und das Kiel wäre zu hoch angeordnet, stwürde es so stark auf die Seite fallen, daß die un«tersten Pforten Wasser schöpften, und vielleicht würdees sich nur schwer wieder richten, wenn nur etw§6von den in dem Raum gestaueten Dingen übettginge. Wenn man dann 2) um das Schiff gut'Scgeltragen zu machen, dasselbe mit Ballast überladetdamit der Schwerpunkt weiter nach unten zu lieg"'käme, so würde die unterste Lage dem Wasser stnahe kommen und unbrauchbar werden; auch würd«-'ein solches Schiff nicht so gut segeln, als es cigeistlich sollte, weil die Höhe der Wassersäule, die e»aus der Stelle zu treiben hat, dadurch zu beträch^lich werden würde.
Einige Schiffbauer halten die Vereinigungdrei Eigenschaften: der gehörigen Höhe der UntersLage über Wasser; gut Segel zu tragen und schst-.Fahrt zu laufen, für unmöglich. Sie gründen dielBehauptung 1) auf den Grundsatz: daß zubeiden ersten Eigenschaften beträchtliche Geräuwstkeit unter Wasser und eine flache Flur, zu der dr^ten aber eine scharfe Flur erforderlich sei. —' ^Führen sie mit Grund an, daß in vielen auf sch^ ,Fahrt gebaueten Schiffen, die unterste LageWasser zu nahe liegt, und daß sie nur mittelmMSegel tragen können. Sie bedenken aber nicht, d p1) ein Schiff mit flacher Flur, welches zugleich-^Stande wäre, viele Segel zu tragen, in der ^allemal einem andern vorlaufen würde, das 1