Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schiffbaukunst.

auf dem Zwischendeck vorn am Bug. In den Rin-gen des Pflichtankers, des TagsankerS unddes Teyankerö sind die Enden der dazu gehöri-gen Taue immer fest gebunden, so daß sie beständigzum augenblicklichen Gebrauche bereit sind, hingegensind der Raum- und der Buganker nicht an ih-ren Tauen befestiget, sondern dies geschieht erst,wenn es die Vorsicht verlangt. Außer jenen Ankernhat man noch kleine drei- oder vierarmigte Anker,die aber zum Unterschied Dreggen genannt wer-den; die größeren dienen den Schaluppen und Boo-ten zu Ankern; die kleineren werden aber beim En-tern gebraucht, und daher Enterdreggen oder En-terhaken genannt. Die Anker werden an die An-kertaue festgebunden, deren anderes Ende an dasSchiff oder vielmehr in demselben befestiget ist. Dadiese Taue eine so ungeheure Last, als große Kriegs-schiffe sind, gegen die oft sehr heftige und vereinigteWirkung der Winde und Strömungen festhaltenmuffen, so sind sie auch von außerordentlicher Dickeund Stärke, und werden daher schwere oderHaupttaue, auch Kabel genannt. Spricht manbloß von Tauen ohne weiteres Beifügen, so werdengemeinigklch Haupttaue darunter verstanden; ist hin-gegen bloß die Rede von Kabeln oder Kabeltaue,ohne nähere Bestimmung, so betrifft sie bloß dieTaue der Werfanker, welches die leichtesten unddünnsten von allen Ankcrtauen sind. Die Ankertauewerden aus drei dünnen Tauen, welche man Kar-deelen nennt, gewunden; jedes Kardeel ist wiederaus drei Duchten oder Theilen gedreht; diese wer-den dreischafcige Taue genannt. Man hat aber auchvierschäftige Taue, welche aus vier Kardeelen ge*wunden sind, und in der Mitte einen leeren Raunthaben, der mit einem leichtgewundenen Taue, dasHerz genannt, ausgefüllt wird. In Spanien, P§r-