254 Schiffbaukunst.
Punkt k, errichte man ein Loth auf die Linie ^6,welche den Kiel in ^ K schneidet. Dies ist dieStelle, wo daö Hauptspant stehen muß und dieseLinie verlängert man unbestimmt nach i zu. Durchdieses Verfahren kommen aber die Steven, nachMüller, nicht lvthrecht auf den Kiel zu stehen,welches man doch heut zu Tage, der Bequemlichkeitder Zeichnung und der leichten Verbindung wegengern so einzurichten pflegt. — Die Tiefe des Holsim Spant ist für ein 70 Kanonenschiff' die Hälfteseines Weitö oder 1i I, oder 21 Fuß. Um die.Tiefedes Hols im Mittelfpant auf dem Riß anzugeben,trage mau von der Stelle des Liegers des Haupt-spants 21 Fuß von 1r nach 1; der Punkt 1 ist dieStelle, wo die Oberkannte des Segelbalkens eintrifft.
Um den Wasserspiegel des geladenen Schis-ses ZU zeichnen, trage man 2 Fuß 7 Zoll 6 Linien,oder den achten Theil der Tiefe des Hols in derMitte, auf den Hanptspant von 1, und unterwärtsnach m, ziehe durch in eine Parallellinie zu 6 U,die sich auf den beiden Steven endiget. Diese Liniewird die Stelle des Wasserspiegels aus dem völliggeladenen 70 Kanonenschiffe bezeichnen. Um dieseLinie von einigen andern ihr parallelen zu unter-scheiden, zieht man sie gewöhnlich ein wenig stark.Die Engländer ziehen sie gewöhnlich grün oder blauaus, um die Farbe des Wassers zu bezeichnen. Durchden Punkt st, wo der Lieger des HauptspantS aufdem Kiel eintrifft, ziehe man die punktirte Linie n odem Wasserspiegel durch m parallel, welche matt
dieWasserlinie durch denLiegerdesHaupt-
spants nennt; sie zeigt, um wie viel der Unter-schied der Wassertracht verursacht, daß das SchMvorn seichter, und hinten tiefer im Wasser liegt, allm Hauptspant.