414 Schiffbaukunst.
der Richtung des Kiels betrachtet, abhängt, der hierbestimmt werden soll. Aus der ebenen Geometrie istbekannt, daß der Inhalt eines Dreiecks die Halstedes Produktes seiner Höhe in seine Grundlinie ist,um also den Inhalt des Dreiecks r a 8 zu finden,multiplicier man die Länge des Loths r cz, welchem6 H im Dreieck der 6 I) H, Fig. 8256, gleich ge-macht worden, durch die Hälfte der Linie a 8, sobestimmt das Produkt die Summe der Wasserstrah-len, welche dem Dreieck r a 8 widerstehen, welcheein Theil des Widerstandes ist, den das ganze Vor-derthcil leidet. Zur Bestimmung des Widerstandesdes Wassers nach der Richtung des Kiels gegen dendurch das Dreieck r a 8 vorstellig gemachten Theildes Schiffes, ist nur noch übrig die Fläche dieses aufdas Hauptspant projectirtcn Dreiecks , durch dasQuadrat des Sinus des Winkels zu multiplicireu,unter welchem ihm das Wasser begegnet. Mulmplicirte mau den Inhalt dieses Dreiecks mit demQuadrat des Halbmessers, so würde man daraus dieWirkung des Wassers in wiukclrechter Richtung gs-gegen seine Fläche finden, und daraus ließe sich dieVerminderung der Wirkung des nach der Richtungdes Kiels wirkenden Wassers auf die schiefe Lagstunter welchem dieser Theil des Vorschiffes ihnen ent-gegensteht, berechnen, wenn man'dies letztere Produktdurch das zuerst gefundene dividirte. Diese ciuffl-neu Berechnungen kann man aber sparen, weil na»^lich die Summe der einzeln?» Produkte jedes ein^nen Dreiecks durch das Quadrat des Halbmesserdie ganze Wirkung des Wassers gegen das Haup/spant in winkclrechter Richtung «giebt, so läßt Mdiese kürzer finden, wenn man den Flächeninhalt dcganzen Hanptspams mit einem Male durch das "drat des Halbmessers multiplicirt; wenn. man mdieses Produkt durch die Summe aller einzelnen 1