Schifffahrt. 7W
Manufakturen, Fischerei rc. waren im besten Zu-stande und brachten ihnen unermeßliche Reichthü-mer ein. Ihre Erfahrung im Seewesen war groß,die ungeheure Anzahl ihrer Schiffe bedeckte denOcean und alle Meere; auch besuchten sie dieäußersten Weltgegeyden. An ihrer Schifffahrt be-Merkte man noch als etwas Außerordentliches,daß sie zu jeder Jahreszeit unter Segel gin-gen ,und niemals zu überwintern pflegten.In dem Hafen von Antwerpen sah man oft aufeinmal 250 Schiffe, und kein Tag ging vorüberan welchem nicht wenigstens 500 Schiffe gps-und einliefen. An den Markttagen bclicf sich dieAnzahl auf 800 bis 900, die zuweilen 75,000frische Fische lieferten. Seit dem Jahre 1503schifften die Portugiesen ihre Ostindischen WaarenHierher, s. auch oben, S.735. Die reichen Fug»ge r und Welser aus Augsburg begaben sich da-hin, um an dem Ostindischen Handel Theil zu neh-men. Ihrem Beispiele folgten die Spinola ausGenua und mehrere der angesehensten Handels-häuser aus Florenz. Auch die Englische Stapcl-Zesellschaft ließ sich daselbst nieder; selbst die HansaErlegte im Jahre 1544 ihren Stapel von Dorv-techt hierher. Auch Türkische Kaufleute batenbin die Erlaubniß sich in Antwerpen nieder lassen zudürfen, um die Morgenländischen Waaren aus Grie-chenland und Asien auf dem Mittelländischen Meereüber Marseille und Bonrdeanx nach Antwerpenführen. Es sollen hier in einem Monate meh-rte und wichtigere Geschäfte gemacht worden seyn,zu Venedig während seiner glänzenden PeriodeZwei Jahren geschehen. Der Zoll, die AcciseAd die Marktabgaben betrugen jährlich 1,726,000Gulden. Man wird aus diesem Verkehr leichtihre Schifffahrt schließen können. Spapien
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