Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schifffahrt.

Mündung der Adour können Schiffe von 40 Ka-nonen einlaufen. Mit dem Mittelländischen Meerevereinigen sich der Rhone, der Aride, der Heraultund der Var. Der größte Vortheil ist aber,daß die Schifffahrt fast auf allen FranzösischenFlüssen von ihrem Ursprünge an bis zn ihrem Ein-flüsse ins Meer ungehindert auf einheimischem Ge-wässer vor sich geben kann, ohne durch irgend einefremde Macht beschränkt zu werden. Auch diewichtigen durch Kunst geführten Kanäle kommen derSchifffahrt unendlich zu Hülfe, z. B. von Lan-guedok, welcher das Agnitanische Meer mit demMittelländischen verbindet; der Kanal dü Eentre,welcher die Cymmunikation zwischen dem Mittel-ländischen Meere und der Nordsee herstellt; derKanal voir Bourgogne zwischen der Saone undPonne; derjenige von Briare, durch den die Loireund Seine mit einander zusammen hängen rc.

Von dem 17ten Iahrbundert an bis zur Revolutionwar die Schifffahrt Frankreichs auf allen Enro-päischen Gewässern sehr rege, jedoch kamen auchmehrere Schiffe anderer Nationen, besonders der Hol-länder und Deutschen, in ihre Hafen, nm dort Fran-zösische Manufaktnrwaaren, Weine, Oele und ver-schiedene Ueberseeische Produkte zu holen,

Obgleich Frankreich an England einen gewalti-gen Nebenbuhler zur See hatte, so bot cö dochalle seine Kräfte auf, um mit demselben zu riva-lisiren. Es hatte den Schiffbau von den Englämdem erlernt, und Heinrich der Vierte dachstzuerst mit Ernst auf das Siewesen. Unter KönssLudwig dem Dreizehnten kam durch d>eVorsorge des Kardinals Richelieu eine ziemlich*Flotte zu Stande, und unter Ludwig d eVierzehnten wuchs die Französische Seeinachzu einer furchtbaren Größe an, und wurde