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Vorrede.
bleibt mir noch übrig, eifle kurze Rechenschaft von den Quellen zu geben,aus denen ich die Geschichte dieser Feldzüge geschöpft habe. Ramsay, inseinem Leben des Türenne, scheint sie zum Theil nicht gekannt zu haben,zum Theil sie nicht haben nützen zu wollen. Er gehört unter die blühendenSchriftsteller des Jahrhunderts, die der Schönheit des Styls und einer ge-wissen Deklamation beydes Wahrheit und Genauigkeit aufopfern, und niedie That, oder den Mann, der sie that, darstellen, sondern sich selbst alsPhilosoph, Redner und Staatsmann. Ueberdem war Ramsay kein Sol-dat, und verstand den Krieg nicht: wie konnte er gut davon schreiben?Den Detail verachtete er, wie die sogenannten Genies und Schöngeisterimmer Pflegen, als trocken, seiner unwerth. Es schmerzt, die Ehre derFeldherren und des Verdiensts in solchen Handen zu sehn.
Indeß haben wir es Ramsay zu verdanken, daß durch ihn zuerst dieMemoires bekannt worden, die Türenne von einigen seiner Feldzüge hin-terlassen hat, die Memoires des Herzogs von 2)ork, und einige interessanteOriginalbriefe des Marschalls. Der Marschall Puysegur setzt, als Soldat,die Memoires von Türenne mit Recht über die Commentaren von Cäsar,und wundert sich hoch, daß man sie weniger lese als Ramsays Geschichte.Noch mehr aber ifts zu verwundern, wie dieser es so oft gewagt habe, ihnenzu widersprechen, so viel wesentliche Umstände, die sie liefern, auszulasten,und dem Marschall oft ganz andre Plane, als er nach eignen; Geständnissegehabt, zuzuschreiben. Man lese zum Beweis die Relation der Schlachtvon Nördlingen im Ramsay, nebst der ganz imaginairen Zeichnung, dieer davon geliefert hat, und vergleiche damit die Erzählung des Mar-schalls selbst, und die Zeichnung, die ich aus dem Merian genommen habe,so wird man erstaunen, wie es möglich sey, eine Geschichte auf solche ArtZu schreiben.
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