lo Feldzug vom Jahr 1644.
„zu Breysach über den Rhein, setzte den Marsch in größter Geschwindigkeit fort, und„nahte sich bis auf zwo Stunden dem Feinde, der hierauf sogleich seine Fouragirer zu-„rückrufte. Der Feldmarschall Mercy erfuhr den Uebergang der Armee nicht völlig so„zeitig als er gekonnt; denn sie hatte keine andre Passage über den Rhein als zu Drey-fach, und es war ihm also leicht, durch die Partheyen, die man stets auf den feind-lichen Wegen halten muß, Nachricht von ihrer Bewegung zu haben. Aber selbst„dem erfahrensten Feldherrn begegnen Zufälle im Kriege, über die man allerdings mit„Grunde viele Anmerkungen machen könnte, wenn die Erfahrung nicht lehrte, daß auch„die geschicktesten von ihnen am Ende nichts weiter find, als die, so am wenigsten Feh-ler begehen. Die französische Armee nahte sich den Feinden, und fand sie in Schlacht-ordnung in einer Ebne nahe bey Freyburg, wo sie ihr ganzes Absehen auf die Belage-rung allein noch gerichtet, und die Vortheilhaften Posten in der Nahe nicht besetzt hal-len, weil sie nicht glaubten, die französische Armee sey im Stande, so zeitig sich ihnen„zu nahen. Türenne entdeckte in der Gegend des Dorfs Uffenhausen einen Berg, der„die Ebene, wo die Bayern standen, dominirte, und mit Freyburg Gemeinschaft ge-„ben konnte. Noch hatten ihn die Feinde nicht eingenommen, und es befahl daher der„Marschall den Regimentern Montanster und Mezicres, die ein Bataillon von tausend„Mann ausmachten, gegen diesen Berg anzurücken, den Nest aber der Infanterie ließ„er zur Unterstützung folgen.
„Der Feind, als er diese Bewegung gewahr wurde, schickte Befehl an ein Pi-„quet von fünfzehn bis zwanzig Musquetiers, so jenseits des Berges auf halber Höhe„ihren Posten gehabt, sofort auf den Gipfel zu steigen. Sie erreichten ihn eher als die zwey„französischen Regimenter, und gaben diesen, als sie heranstiegen, eine Salve. Die„Franzosen, so die Rückseite des Berges nicht sehen konnten, glaubten, die ganze In-fanterie des Feindes käme gegen sie herauf, und verloren den Muth. Der Berg war„überaus steil, und dadurch schon der Marsch in Unordnung, als zwey Fähnrichs an-„fiengen mit ihren Fahnen wieder abwärts zu steigen, worauf sogleich das ganze Batail-lon folgte, und, statt weiter aufwärts zu gehn, nach der Flanke seithin um den Berg„herum marschirte. Dadurch gewannen die Feinde Zeit, eine zweyte Salve zu geben,„und auf diese wich das ganze Bataillon und kam den Berg wieder herunter. Türenne,„der am Fuße desselben hielt, und eben im Begriff war, andre Regimenter nachzu-„schickcn, sah nun, wie sein erstes Bataillon in Unordnung zurückkam, und daß die„Feinde dadurch Zeit erhielten, ihre Infanterie den Berg Hinansteigen zu lassen. Er„gab also völlig seinen Entwurf gegen ihn auf, und fieng an, nach einer kleinen Höhe
„sich