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Feldzug vorn Jahr 1644.
„gleichfalls mit fünf oder sechs der ältesten Regimenter wieder zurück; und mit dem Rest„verblieb Türenne zu Philippsburg, und ließ so gut als möglich die Brücke bewachen,„daß niemand als wen der Prinz verlangte darüber gienge.
„Indeß hatte Mercy im würtemberger Lande sich wieder erholt, und zog wenig„Tage nach der Rückkehr des Prinzen, sobald er dieselbe erfahren, alle feine Truppen„zusammen und marfchirte durch die Bergstraße nach Heidelberg, hob zu Mannheim,„so damals fast ganz geschleift war, ein Detaschement Rofifcher Dragoner auf, ließ ei-frige Truppen daselbst vorgehen, und machte dem Scheine nach Anstalt eine Schiff-brücke zu bauen. Die Absicht war, die französische Armee zur Bedeckung ihrer neuen„Eroberungen am untern Rheine zu locken, als Worms nämlich, Speyer und Maynz,„wo überall nur wenig Besatzung lag, und wenn sodann Philippsburg entblößt wor-den, plötzlich über diesen Ort herzufallen und zwischen ihm und dem Rhein Posto zu„fassen, so damals gar leicht möglich war, weil der Rhein auf mehr als einen Musque-«tenschuß von den Werken abfloß.
„Der Marschall Türenne, der die Nothwendigkeit sah, wenn er alle diese Plätze„bedecken wollte, den Rhein zu passiren, ließ zweytausend Mann in einem Lager unter„PHLlippsburg zurück, um die Belagerung desselben zu verhüten , nahm einige comman-diere Musquetiers und gieng mit ganzer Cavallerie über den Rhein bis nach Speyer,„und schickte schleunig tausend Dragoner nach Worms und nach Maynz, um ihre Be-satzungen zu verstärken. Frankendahl, so zwischen Speyer und Worms liegt, machte„die Gemeinschaft dieser Plätze ungemein schwer, und es befürchtete der Marschall Tü-„renne, daß Mercy bey Mannheim über den Rhein gehen und Frankendahl zum Ma-gazine machen würde, um Geschütz und Munition daraus an sich zu ziehen, und Worms„und Maynz wieder wegzunehmen. In der That war auch dies alles leicht; dennoch„aber that es der Feldmarschall Mercy nicht, aus Ursachen, die man nicht leicht alle„errathen kann, davon aber die beste war, daß die bayersche Armee stets sich gefürchtet„den Rhein zu passiren, um nicht durch Mangel von Lebensmitteln und Fourage sich„selbst zu Grunde zu richten; und dieser war auch wirklich so groß, daß diesseits des„Rheins, von Philippsburg bis nach Maynz, auch nicht einmal gesäet war, und nir-gends als in den Städten Fourage für die Pferde sich fand. Sonst ist es allerdings„gewiß, daß Worms und Maynz bey ihrer so schwachen Besatzung auch nicht zwey„Tage hätten widerstehen können. Oft aber erfährt ein Feind den wahren Zustand der„Sachen nicht; und Mercy gieng auch vielleicht aus diesem Grunde nicht mit ganzer
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