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Feldzug vom Jahr 1647 und 1648.
übergegangen war, und auf den jenseitigen Höhen dem feindlichen Lager entgegen eineBatterie von zwanzig Kanonen aufgeführt hatte, und dasselbe damit beschoß, so rücktendie Feinde, die das Hauptlager für entblößt hielten, gegen dasselbe an, und eroberteneine der vorliegenden Schanzen, die zum Schutze der Vorposten aufgeworfen worden;hundert Mann mit zwey Capitains von den Franzofen, so darin lagen, wurden nachtapferem Widerstand formt, ohne Quartier zu erhalten; die großen Wachen bis zumHauptlager waren alle zum Weichen gebracht, und die Feinde bereit, ihren Vortheilgegen das Hauptlager zu verfolgen. Hier aber wurden sie von den Franzosen undSchweden mit einem so lebhaften Feuer empfangen, daß sie wieder zurückkehren muß-ten; doch gab Wrangel gleichfalls seinen Angriff auf und eilte den Seinen zu Hülfe.Weil es aber bey dem allen den Alliirten gelungen, durch ihre Verschanzungen demFeinde die Wiederherstellung der Brücken in der Nähe seines Lagers zu verbieten, soAm 24strn wurden diesem die Fouragirungen schwer, und er sah sich endlich gezwungen, dies LagerAugust. wieder zu verlassen und zu dem alten zurückzukehren. »Die Alliirten verblieben länger„als vier Wochen in dem ihren, und es verminderte sich inzwischen die feindliche Armee„weit mehr als die ihre, so daß, ob sie gleich beym ersten Anmarsch den Alliirten weit„überlegen gewesen waren, sie dennoch nach Zeit von vier Wochen vieles von ihrer Ue-„berlegenheit verloren hatten. Königsmark, der schon in dem May zwey Tage nach«der Niederlage Melanders von der Armee abgegangen war, eroberte inzwischen Prag;«und es schickten zwar die Kaiserlichen nur wenig Truppen dahin ab, der Verlust aber«dieser Stadt schlug ihren Muth nieder." *)
Mrian und Am acht und zwanzigsten August, nachdem die Fourage der Gegend völlig auf-Pufrndorf. gezehrt worden, brach die alliirte Armee auf, jedoch immer noch in der Absicht, so langeAm 4ten als nur möglich in Bayern sich zu behaupten. Sie rückte über Landshut und JsereckSeptember, „ach Mößburg in ein Lager, wo die Amber in die Iser sich ergieß. Es wurden über beyde,Flüsse Brücken geschlagen und verschanzt, das Lager aber blieb ohne Arbeiten, weil esdurch die Flüsse und Waldungen gedeckt war. Die Kaiserlichen und Bayern folgtenAnfangs dieser Bewegung und giengen gleichfalls über die Iser, in der Hoffnung, daßdie Alliirten nun wirklich Bayeyi zu verlassen beschlossen hätten; als diese aber vonneuem zu Mößburg Stand hielten, und vermittelst ihrer Brücken das Land zwischen demInn und der Iser wieder in ihre Gewalt nahmen, so zogen auch die Kaiserlichen und
Bayern
*) Die kleine Seite nebst dem Schlosse wurde am Pfalzgraf vom Rhein, nachmaligem König von»5sten Julius überfallen, die Altstadt aber, die sich Schweden, vergebens belagert. Der Feldmarfchall,erhalten, von Königsmark, Wittemberg und dem Graf Rckwlph von Collorrdo, vertheidigt« den Platz;