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Feldzug vorn Jahr 1652.'
auf der andern an der Loire versammeln lassen. Außerdem hatte das ParlemenL vonParis auf den Cardinal Mazarin einen Preis gesetzt, und sich völlig mit dem Interessedes Herzogs von Orleans verbunden. Der Hof verließ bey diesen Umstanden Poitiers,und gieng nach Saumur, durch die Truppen, die der Cardinal ihm zuführte, bedeckt.Der Marschall Hocquincourt rückte mit denselben vor Angers, das nach einer Belage-rung von einigen Tagen sich ergab, und es folgte diesem die Brücke von Ce', von dar-aus der Hof nach Tours und sodann nach Blois sich erhob. Zu eben der Zeit aberführte der Herzog von Nemours aus Flandern sechs tausend Mann, die aus den Trup-pen des Prinzen und einigen deutschen Regimentern bestanden, die ihm die Spaniergegeben hatten. Man hatte keine Truppen, sich ihnen entgegen zu stellen, und sie fan-den kein Hinderniß, in Frankreich einzurücken. Sie vereinigten sich darauf mit denTruppen des Herzogs von Orleans bey Orleans selbst, das auf Ankunft von Made-moiselle, der Tochter des Herzogs, in der Parthey der Prinzen verblieb.
Unter diesen Umständen versammelte der Hof die Truppen, die er in der Gegendvon Montrond stehen gehabt, und ließ andre, die in Champagne gewesen, anrücken.Der Marschall Türenne übernahm ihr Commando. Man glaubte am Hofe, daß erSchwürigkeit machen würde, mit dem Marschall Hocquincourt, der die Truppen, soder Cardinal gebracht hatte, commandirte, sich zu vereinigen; weil man aber bey demdamaligen Stande der Sachen allein auf das Beste derselben zu sehen hatte, so wider-setzte sich Türmne dem nicht.
Zwey Tage nachher nahte sich die Armee des Königs der Loire über Saumurund Gergeau, und der Hof folgte nach Sully. Es war aber zu befürchten, daß dieFeinde suchen möchten, die Brücke von Gergeau zu gewinnen, und der Marschall Tü-renne gieng selbst dahin ab; des Tags zuvor aber gieng der Generallieutenant Palluauauf seinen Befehl voraus, um einen Theil der Brücke, die theils von Holz, theils steinernwar, abbrechen zu lassen. Als nun Türenne mit wenig Truppen daselbst angelangt,und des Königs Armee noch auf sechs bis sieben französische Meilen zurück war, ließ er,um den Feinden Besorgnisse von Angriff, die sie selbst zurückhielten, zu geben, dieBrücke wieder in den Stand setzen, und gedachte sodann nicht, daß sie auf ihrer Seite,sie zu forciren, unternehmen würden. Sie marschirten aber dennoch dagegen an, undes fand sich Anfangs von den Truppen des Königs daselbst nichts als zwey hundertMann vom Regiment UMes, ohne Munition. Man schickte in vollem Jagen nachdrey oder vier Regimentern Infanterie, so auf zwey Stunden davon entfernt waren;ehe diese aber ankamen, hatten die Feinde ihren heftigsten Angriff gethan, und wurden
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