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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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103
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Feldzug vom Jahr 1652. roz

von mehr als der Hälfte der Brücke Meister. Die Marschätle Türenne und Hocquitt-court, und die Officiers von ihrer Suite barricadirten sich auf dem Reste, und verthei-digten ihn, obgleich der Feind sie stark mit Stücken beschoß, ihre Soldaten aber ausMangel von Munition nicht mehr feuerten; der Herr von Lonpyre' und viele andreOfficiers wurdet: verwundet. Endlich nachdem man lange Zeit gegen die ganzeMacht den Posten vertheidigen müssen, langten die Regimenter an, und die Feindewurden gezwungen, jenseits des Flusses zu bleiben. Das Gefecht wahrtelänger als drey Stunden, und wahrend desselben gieng der König und der Hof ganznahe vorbey nach Sully. Hatten die Feinde, ehe die Infanterie des Königs ange-langt war, einen herzhaften Angriff gegen die Barricade gethan, so ward die Brückeihre, und der König und die Königin liefen große Gefahr, und würden nur mit Müheentkommen seyn, weil die Armee sich noch nicht versammelt hatte. Die Brücke vonGergeau wurde darauf völlig abgebrochen, und die ganze Armee marfchirte nach Gien,um sich der dortigen Brücke und des Uebergangs, den die Lage der Stadt ihr ungemeinwichtig machte, zu versichern. Zwey Tage darauf gieng die Armee über die Loire, unddas Quartier des Hofs kam in die Stadt Gien.

Indeß kam Conde' ans Guienne, wo alles unglücklich für ihn gegangen war,zu seiner Armee zwischen Paris und der Loire, und besetzte nach den ersten Freudensbe-zeugungen Montargis, das ohne Besatzung sofort sich ergab. Seine Armee bestandaus sechs bis sieben taufend Mann Infanterie von feinen und des Herzogs von OrleansTruppen, und der Verstärkung, die er aus Flandern überkommen hatte; die Armeedes Königs aber aus fünf taufend Mann Infanterie und vier taufend zu Pferde. Es warnoch April und die Felder leer, so daß man versammelt aus Mangel von Fourage nichtbestehen konnte, und die Armee des Königs zog sich, nachdem sie bey Gien die Loirepafsirt hatte, hinter den Canal von Briare, um etwas mehr Quartiere zu gewinnet:.Blefnau war das Hauptquartier des Marfchalls Hocquincourt; Briare das Quartierdes Marfchalls Türenne, und Gien vom Hofe. Ihn daselbst zu bedecken, erwähltendie Marfchälle das clramp äe Kamille der Armee zwischen Ozouer und Blefnau.

Am Tage nach dieser Vcrtheilung gieng Türenne auf den Mittag zum MarschallHocquincourt, und dieser sagte ihm, daß die Partheyen, die nach Chateau Regnaudgeschickt worden, die Nachricht gebracht, daß der Prinz gegen Burgund marfchirte.Es hatten aber diese Partheyen sich betrogen, und um sieben Uhr des Abends kam einCourier vom Marschall Hocquincourt in das Türennifche Quartier mit der Nachricht,daß die Feinde gegen Blefnau anrückten; und in der That marfchirte auch der Prinz, nach-dem