Feldzug vom Jahr 1652. ivz
„Reuterey, weil die übrige Cavallerie das Rendezvous zwischen Vlesnau und Ozouer„noch nicht erreicht hatte. Gleichwohl als der Marschall gesehn, daß, wenn er seiner„Cavallerie nicht entgegengienge, sie von den Feinden abgeschnitten, und folglich auch„seine Armee zerstreut und alles verloren gehen würde, so hielt er dafür, daß er unter„dem Schuhe der Nacht, so nahe der Feind auch stünde, dennoch den Marsch wagen„könnte, und näherte sich Blesnau, in Hoffnung, seine Cavallerie unterwegens zu sin-„den. Man hatte keine Wegweiser, und horchte von Zeit zu Zeit, ob man sich auch„dem Feinde zu sehr nahte. Mit Anbruch des Tages fand sich die Armee in einer„großen Ebne, wo der Marschall seine Cavallerie zu erwarten beschloß; und als er sich„mit derselben vereinigt hatte, hielt ers für rathsamer, dem Prinzen, obgleich um zwey„Drittheil schwacher, entgegen zu gehn, als ihn zu erwarten, und die Zeit ihm zu geben,„daß er die Quartiere von Hocquincomt völlig aufriebe.
„Als nun hierauf die Armee auf eine Viertelstunde in der Ebne marschirt war,„fand sich ein Gehölz, und der Marschall ließ die Cavallerie und Infanterie daselbst„halten, und gieng mit sechs Escadrons durch dasselbe durch. Er sah die ganze Armee„des Prinzen, die den Marschall Hocquincourt verlassen und gegen ihn sich gewandt„hatte, sobald sie von seinen Bewegungen Nachricht erhalten. Der Marschall ließ„seine Escadrons wieder zurückkehren, weil er allerdings einsah, daß, wenn er das Holz„gegen den Prinzen behaupten wollte, seine Infanterie nicht hinlänglich dazu sey, und„wenn sodann der Prinz diese Infanterie vertrieben hätte, daß die Cavallerie allein nur„wenig Widerstand leisten würde, besonders, nachdem sie zuvor durch das Feuer gelit-ten hatte, dem man sie blos stellen mußte, wenn sie ihre Infanterie in dem Holze un-terstützen sollte. Ehe also der Prinz das Holz erreicht hatte, ließ der Marschall Tü-„renne seine ganze Infanterie sich zurückziehen, und stellte sie rückwärts in Schlachtord-nung weit genug vom Holze, daß die Armee des Prinzen in demselben ihr nicht schaden„konnte, und auch nahe genug, um diesseits kein Terrain zur Formirung ihm zu las-sen. Man blieb einige Zeit einander gegenüber; der Prinz aber breitete sich sodann„mit beyden Flügeln aus, und es schien, als wenn er en baraille durch das Holz„durchzupassiren gedächte, obgleich nur ein einziger Damm, wie man sie zu Abtheilung„der Güter errichtet , zu der Armee des Königs führte. Es war, wie man glaubt, die„Gegend von la Büssiniere.
„Nachdem inan uun eine Zeitlang auf diese Art sich gegenüber gestanden, und„während daß die Armee des Prinzen aus dem Gehölze verschwand, glaubte der Mar-„schall, daß sie versteckt hinter demselben weg einen Posten zu gewinnen suchte, wo sie, - O „sich