rc6 Feldzug vom Jahr 1652.
„sich en Kamille stellen könnten, und folgte also in der Ebne nach, um ihr auch hier„zu begegnen; der Prinz aber hielt diese Bewegung für eine Retraite, und fieng an den„Damm zu passiren, worauf Türenne, sobald er es gesehen, plötzlich umkehrte und„en Kamille nach dem vorigen Terrain zurückkam, den Angriff aber verbot. Der„Prinz gieng wieder zurück, und Türenne ließ seine Artillerie auffahren, die sodann„mit vielem Erfolg feuerte und viel Truppen und Officiers wegnahm.
„Während des langte der Marschall Hocquincourt mit seiner Cavallerie an, und„hatte, obgleich viele ihm gerathen, über die Loire zurückzugehn, allerdings sich darauf„verlassen, daß Türenne nicht würde gewichen seyn. Es kam auch der Herzog von„Bouillon mit verschiednen vom Hofe von Gien, wo einige bereits hingeflüchtet waren,„und daß die Armee völlig geschlagen sey, vorgegeben hatten. Die Armeen standen bis„zum Eingänge der Nacht einander gegenüber, und zogen sich darauf beyde zurück, der„Prinz nach Chatillon und die Armee des Königs nach Briare, wo die Infanterie von„Blesnau, die der Prinz nicht angegriffen hatte, in der Nacht darauf sich wieder mit ihr„vereinigte. Einige Tage aber nachher brach die Armee der Feinde von Chatillon nach„Montargis auf, die Prinzen Conde', Beaufort und Nemours giengen nach Paris,„wo ihre Gegenwart nothwendig schien, und die Herren von Clinquant, Tavannes und„Valon übernahmen an ihrer Stelle das Commando. Die Armee des Königs rückte„indeß nach St. Fargeau, und Türenne glaubte, daß, wenn man mit formten Mär-„schen gegen die Armee des Prinzen agirte, ihre itzigen Chefs in seiner Abwesenheit so„schnell nicht einen Entschluß fassen würden, und man sie also vielleicht umgehn und„zwischen Paris und ihnen sich setzen könnte, um dem Könige Melun und Corbeil zu„versichern, die Feinde von der Hauptstadt und den dortigen Recrutirungen abzuschnei-den, und den Untergang der ganzen Faction zu bewirket:.
„Der Hof gieng über Auxerre und Sens nach Melun, da indeß die Armee,„Montargis zur Linken lassend, nahe genug an den Feind anrückte, um ihn: Besorgnisse„eines Angriffs zu geben. Dennoch aber setzte man Tag und Nacht ungesäumt den„Marsch fort und erreichte Moret, wo man erfuhr, daß die Feinde von Montargis be-reits aufgebrochen, und über la Ferte', ein kleines Gewässer, das bey Villeneuve !e„Roi vorbeyfließt, zu erreichet: gesonnen wären. Weil sie aber, wie Türenne vermuthete,„-.aus Mangel von Chef und Entschluß, zu spät aufgebrochen waren, so gieng die„Armee des Königs bey Moret über den Lonig und durch Fontainebleau nach la Ferte',„und langte daselbst eine Stunde eher an als die Armee der Prinzen, die sodann es„nicht wagte, "ihren Marsch nach Villeroi fortzusetzen, sondern links gegen Estampes
„sich