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Feldzug vorn Jahr 1652.
„sich wandte und in die Stadt sich einwarf. Die Armee des Königs aber führte ihren„Entwurf gegen sie aus und faßte Posto zu Chatres, wo viele Gefangne, die von Paris„nach der Armee der Prinzen gehen wollten, ihr in die Hände fielen. Der Hof traf„zu Mclun ein, und Türenne war schon damals sehr stark des Sinnes, ihn in Paris„einzuführen, da der Herzog von Orleans und Conde' ohne Truppen sich daselbst fan-den, und wegen abgeschnittener Gemeinschaft auf ihre Armee keine Rechnung machen„konnten. In der Stadt selbst aber fanden sich so große Cabalen ihnen entgegen, daß„das Volk die Waffen wider den König, den feine Armee unterstützte, nicht ergriffen„hätte. Doch waren auch für das Gegentheil wenigstens scheinbare Gründe, und der„König gieng nach St. Germain, von daraus man mit einigen Compagnien von den„Garden und den Commandirten von der Armee fast alle Passagen nach Paris besetzte,„nachdem zuvor einige Partheyen, die aus der Stadt ausgerückt waren, geschlagen, und„bis zu den Vorstädten zurückgetrieben worden.
„Die Armee der Prinzen blieb eine Zeitlang zu EstampeS, und die Armee des„Königs zu Chatres ohne Begebenheit," als zu Anfange des Mays Mademoiselle,Tochter des Herzogs von Orleans, aus der Stadt Orleans. die sich empört hatte, nachEstampes kam, und zwey Tage daselbst verblieb. Man erhielt in des KönigsArmee die Nachricht, daß die Feinde, um die Revüe vor ihr zu passiren, nicht nachFourage gewesen, und au eben dem Tage, da die Prinzessin mit einem Passeport nachParis daselbst ankommen würde, darnach ausgehen sollten. Türenne schlug dem Mar-schall Hocquincourt, der es sehr genehmigte, vor, die Bagage sämmtlich zu Chatreszulassen, und die ganze Nacht hindurch zu marschiren, um zwey oder drey Stundennach Anbruch des Tages vor Estampes zu stehn, und zu sehn, was zu unternehmen sey.
Es hoffte der Marschall Türenne noch immer, daß die feindlichen Generale in Abwesen-heit des Prinzen nicht in der besten Fassung erscheinen würden. Die Sache aber fielanders aus als man gedacht; die Armee der Prinzen war nicht nach Fourage gegan-gen , und Mademoiselle hielt gerade an dem Morgen, da die Armee des Königs an-langte, Musterung über die ihre, die in der That weit stärker war als die Armeedes Königs.
„Der Aufbruch geschah des Abends um acht Uhr, und der Marsch war schnell,in Hoffnung, die Feinde im Felde zu finden. Hocquincourt hatte die Avantgarde,"und der Entwurf war, zwischen Orleans und der Armee des Feindes sich zu setzen, Vork.und die Fourageurs, die man auf dieser Seite vermuthet hatte, von derselben abzu-schneiden. „Als man die Höhen von Estampes gewonnen hatte, wurde man gewahr,
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