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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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108
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roF Feldzug vom Jahr 1652.

daß die Feinde bereits nach der Stadt zurückwichen. Man setzte den Marsch bis zuden Vorstädten fort, und sah Infanterie und einige Escadrons in denselben, und hinterden Vorstädten auf einer Höhe ein großes Corps Cavallerie en daraille. Weil aberder Vorstädte viel und die Stadt groß, und das Land von zwey Bächen durchschnittenwird und viele Höhen hat, so ward es allerdings schwer, die wahre Stellung zu ent-decken. Man beschloß, die Vorstadt zu attaquiren, wo das Corps Infanterie stand,das eine Verschanzung vor sich aufgeworfen, und noch außer ihr einen Bach vor sich§ork und hatte. Das Gefecht war hartnäckig;" und ob man gleich die Vorsicht gebraucht hatte,(havagnac. Gemeinschaft der Stadt und Vorstädte abzuschneiden, so lief man doch mehr alseinmal Gefahr, den Posten, der sie verbot, wieder zu verlieren. In der Vorstadtselbst wurde Mauer hinter Mauer vertheidigt, und mehr als ein Posten gewonnen undwieder verloren. Endlich lag der Feind unter, weil er vergebens versucht hatte, seineGemeinschaft wieder herzustellen.

Der Graf von Broglio, Navailles und Vaubecourt thaten sich hervor, und dieInfanterie föchte lange im Handgemenge; und obgleich die von der Armee des Königssämmtlich das Ihre gethan, so war es doch das Regiment Türenne allein, das zurLinkender feindlichen Infanterie die Sache entschied; und als viele Officiers und Ge-meine von den andern Regimentern zu seinen Fahnen sich vereinigt hatten, so rücktenvier bis fünf von der Cavallerie in die Vorstadt ein, und warfen die Cavallerie desFeindes, fo ihre Infanterie unterstützen sollen. Man besetzte mit dem Regimente Uzel-les den Posten, der die Gemeinschaft der Vorstädte mit der Stadt abschnitt, da in der-selben das Regiment Langucdoc und Orleans das äußerste thaten, um den Posten wie-der zu gewinnen, und die Ihren in der Vorstadt unterstützen zu können. Es wardauch einmal das Regiment Uxelles zum Wanken gebracht, daß es seinen Posten zu ver-lassen anfieng: Türenne aber, der das Regiment Mestre de Camp Cavallerie gegen ebendiese Zeit vorgefunden hatte, rückte mit ihm zur Unterstützung von Upelles an, undließ ihm seinen Posten wieder nehmen, den es sodann bis zum Ende des Gefechts be-hauptete. Auch der Marfchall Hocquincourt that das Seine in der Vorstadt treff-lich, und endlich wurden nach dreystündigem Gefechte neun Regimenter Infanterie undvier bis fünf Escadrons Cavallerie zu Grunde gerichtet, und zwey tausend fünf hundertMann mit verschiednen Officieren gefangen; die Cavallerie aber, so auf der Höhe ge-standen hatte, gieng, sobald das Gefecht sich geendet, wieder zurück nach der Stadt.§ock. Als die Truppen des Prinzen von Mauer zu Mauer bis zur letzten getrieben wa-

ren, und die von der Armee des Königs in großer Unordnung folgten, wandten jcn«

plötzlich