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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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114
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Navailles,

§°rk.

n4 Feldzug vom Jahr 1652.

der Hof seine Equipage von neuem, und man führte in zwey- oder dreymalen die Kano-nen von den Batterien, und transportiere die Munition auf zwey Stunden von Estam-pes nach einem kleinen gefchloßnen Flecken."

Die Armee brach am 7ten auf, und der Marquis von Navailles commandirtedie Truppen in den nächsten Werken am Feinde, und wurde hart auf dem Rückzügeverfolgt, erhielt aber Ordnung und Muth. Die Arme steckte das Lager in Brand,und zog sich treffenweife zurück en öLlriquier. Das erste Treffen gieng durch die In-tervallen des zweyten, und setzte sich fünf hundert Schritt dahinter en bamille mit derFront gegen den Feind, und beschützte die Retraite des zweyten, das sodann wiederFront machte, und auf die nämliche Art den Rückzug des ersten bedeckte. Die Ar-mee, nachdem sie auf eine Stunde weit dies Manöuvre fortgesetzt hatte, warf sichen Kolonne, und der Feind, der Anfangs das erste Treffen verfolgte, gab gar baldseine Hoffnungen auf. Die Armee erreichte Etrechi, wo sie Rast machte, daraufItterville, und endlich Balancour.

Indeß verblieb der Herzog von Lothringen, als er die Aufhebung der Belage-rung von Estampes vernommen hatte, in seinem Posten, machte die That gegen diePrinzen geltend, und negociirte zu gleicher Zeit mit dem Hofe; weil er aber von demTage an, da er das Land verlassen hatte, noch immer eben dasselbe gethan, so vertrauteman ihm nur wenig. Türenne also, der die Nachricht erhalten, daß er »«verschanztin einer Ebne campirte, brach nach einem Raste von vier Tagen am i4ten auf nachCorbeil, und ließ daselbst seine Bagage zurück; und ob er gleich während des Marscheserfuhr, daß der Herzog zu Villeneuve St. Georges, einem weit bessern Posten alsder erste, sich gelagert hatte, so setzte er dennoch seinen Marsch fort und gieng durchden Sennard. Man wurde gewahr, daß die Armee des Herzogs Allarm gefaßt, undauf der Höhe von Villeneuve St. Georges mit der Front gegen den Peres, der nichtzu durchwaten war, sich postier hatte; die Armee des Königs aber setzte den Marschfort. Wahrend man die Höhen dem Lager des Herzogs gegenüber, und mit demFlusse zwischen ihm und sich, erreichte, ließ der Marfchall durch den Herzog von Na-dailles den Fluß recognosciren, ob irgends Furchen oder Brücken sich fanden; und manfand auf eine halbe Stunde vom Lager des Feindes bey dem Dorfe Vrunoy eineBrücke, die wieder in Stand gesetzt werden konnte. Die Armee marschirte schleunigstdahinab, man warf einige Breter über, bemächtigte sich jenseits einer Mühle, unddefilirte Mann für Mann einzeln über die Brücke; der Herzog von Lochringen aberverblieb in seinem Posten, gedeckt auf den Flanken durch die Seine, den Peres und

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