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Feldzug vorn Jahr 1652.
zu sehen nicht beföhle, und inzwischen sollte alles, was gegen die Rückkehr des Cardi-nals irgend ein Interesse hätte, und in allem getrennt und blos hierin eins wäre, sichvereinigen, um von dem König diese und keine andre Gnade sich zu erbittern DerKönig und die K önigin schickten gegen diese Zeit den Herrn von Aligre nach Paris; erkam aber wieder zurück, ohne eine entscheidende Nachricht zu bringen.
Der Marschall Türenne und le Tellier hatten damals den größten Antheil an demVertrauen der Königin, und sie waren der Meynung, den Entschluß, nach Paris zugehn, fortzusetzen, ob man gleich den Schluß des Herzogs von Orleans noch nichtwußte. Doch wurde ein Vertrauter an ihn gesandt, um ihm zu sagen, daß der Kö-nig des Abends in Paris anlangen würde. Dieser kam zurück, und fand den Königund die Königin Mutter zwischen St. Cloud und dem Holze von Boulogne, und brachtedie Nachricht, daß der Herzog keinen andern Entschluß gefaßt hätte, als gleichfalls inParis zu verbleiben. Hierauf machte der Wagen der Königin Halte, und nachdemdie Damen ausgetreten, und der König mit ihr allein darin geblieben, wurden derPrinz Thomas und die Marschälle Villeroy, du Plessis und Türenne, so bey dem Hofegegenwärtig waren, gerufen, ihm Rath zu geben. Türenne war der Meynung, denWeg fortzusetzen, und daß der König und die Königin bis zu dem Kreuze du Tiroirbeysammen seyn, und die Königin sodann nach dem Louvre, und der König nach demPallast des Herzogs sich begeben sollte, um diesen mit oder wider Willen nach demLouvre zu führen, das, wie man gewiß war, der Herzog nicht erwarten, sondern Pa-ris lieber verlassen würde. Dies aber war es, was man vor allen suchen mußte, weildie Gefahr zu groß war, den Herzog in seinem Pallaste zu lassen, da nach zwey oderdrey Tagen, wenn die ersten Freudensbezeugungen vorbey waren, die ganze Gestalt derSachen gar leicht sich ändern konnte, und es vielleicht alsdann nicht mehr in der Gewaltdes Königs würde gewesen seyn, den Herzog zu vertreiben, da dieser: vor allen derscheinbare Vorwand unterstützte, daß er für sich selbst nichts, und blos die Entfernungdes Cardinals zum Besten des Ganzen verlangte. Türenne verlangte also, daß mandie Freudensbezeugungen des Einzugs nützte, um den Herzog von Orleans aus derStadt zu vertreiben.
Mit diesem Entschlüsse setzte der Hof seinen Weg fort, und der König stieg zuPferde, um seinen Einzug zu halten, und ließ durch den Herrn d'Amville den Herzogvon Orleans seinen Entschluß wissen; und dieser, als er den König auf eine halbe Stundenahe gesehn, sandte zu ihm, und bat um die Erlaubniß, noch diese Nacht in der Stadt zuverbleiben, und sie erst am folgenden Morgen zu räumen. D Amville fand den König
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