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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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131
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Feldzug vom Jahr 1652. izr

der zu der Zeit vor Rhetel stand, über die Manie nach Chcppeö, wo sie nach dreytagi-ger Rast die Marne voll neuem passirte, und zu Vitry le Brüte, und am i6ten zuVitry le Franßois das Lager aufschlug. „Indeß eroberten die Feinde St. Menehoud,wo gleichfalls wenige Mannschaft lag, die aber dennoch sich gilt vertheidigte; die Ar-mee des Königs aber zu Vitry durfte es noch nicht wagen, sich den Feinden zu nähert.

Diese aber rückten vor Bar le Duc, wo der Marschall Türenne sechs hundert MannInfanterie eingeworfen hatte, und aus der Lage der Stadt und des Schlosses gar wohlwußte, daß eine Armee, wenn sie dasselbe belagerte, sich trennen müßte." Denn es ist Kork.der Platz von Waldungen umgeben, die eine Ebne, in welcher das Schloß liegt, um-granzen, und die Oberstadt liegt am Rande eines Abhangs, der nach der Unterstadtführt. Im Grunde zwischen beyden fließt ein Bach, und der Grund ist tief, und derAbhang von beyden Seiten steil, so daß die Gemeinschaft der Truppen, so das Schloßund beyde Städte berennen müssen, äußerst schwer wurde, und die Armee des Königsnur den einer! oder den andern Theil derselben gegen sich hatte. „Türenne beschloß dcuEntsatz, ob er gleich damals glaubte, daß die ganze Armee der Feinde vereinigt davorstünde; in der That aber hatten die Spanier schon zu St. Menehould von dem Prinzensich getrennt, und standen jenseits der Maas in Luxemburg.

Die Armee des Königs gieng zurück bey Vitry über die Marne, um ihren Marschdurch den Fluß zu verbergen, und langte mit Anbruch des Tages zu St. Dizier an,wo der Marschall eine Zeitlang rasten wollte, um sodann in einem einzigen Marschezum Entsatz von Barlemont, das nur drey Stunden davon abliegt, vorzurücken. Eskam aber die Nachricht, daß die Unterstadt überfallen worden, und das Schloß in vierund zwanzig Stunden darauf sich ergeben hätte. Die Nachricht schmerzte den Mar-schall; denn es ist gewiß, daß der Prinz seine Armee noch nie so sehr gewagt hatte; undhätte die Belagerung, so lange sie sollte, gedauert, so war es ihm unmöglich, seine Ar-tillerie zu erretten, und die Armee selbst entkam dem Anschein nach nicht ohne Niederlage.Roussillon hieß der Gouverneur von Bar le Duc, und er war kurz vorher stolz genug,eine Verstärkung von fünfhundert Mann, die ihm Türenne anbieten ließ, auszuschlagen.

Die Armee blieb zwey oder drey Tage zu St. Dizier, und immer noch in derMeynung, daß sie die vereinigte Macht der Feinde gegen sich hätte, und diese erobertentndeß Ligny, Voyd und Commercy, alles Plätze mit schwacher Besatzung. Endlicherfuhr der Marschall, daß die Spanier von der Armee des Prinzen sich getrennt hätten,und beschloß, gegen ihn anzurücken, und, wo die Gelegenheit sich darböte, zu schlagen.

Die Armee gieng nach Vaucouleurs, um auf eben der Seite der Maas, wo Conde', zu

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