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Feldzug vom Jahr 165 z.
beten Posten wieder zu erreichen. Türenne gab dem rechten Flügel den Befehl, sichmit dem linken des Marschall la Fette' zu vereinigen.
„Die Armee des Königs machte Front gegen einen Bach, aber die Feinde mar-schirten, um die Quelle zu erreichen, die nur eilte halbe Stunde vom Lager entfernt war,und wollten sodann gegen ihre Flanque altrücken. Der Marschall la Fette', der denlinken Flügel der Armee hatte, stand der Seite, wo die Feinde herkamen, am nächsten,und es war unmöglich, in der dortigen Gegend eine gute Stellung zu nehmen, weil derFeind unsre rechte Flanque gewinnen, vortheilhafte Höhen gegen dieselbe besetzen, undalle seine Überlegenheit in der Zahl nutzen konnte. Türenne nahm den Chevalier Crequyund zwey oder drey von seinen Officiers zu sich, und recognoscirte nochmals den Marschdes Feindes. Die Absicht desselben war augenscheinlich, und keine Zeit mehr zu verlie-ren. Türenne eilte also zu dem Marschall la Fette', ihm die Gefahr ihrer Stellung zuzeigen, und begab sich sodann zu seiner Armee, die den rechten Flügel inne hatte, undein wenig mehr vom Feinde entfernt war; zugleich aber schickte er den Marquis la Va-renne seinen Generalquartiermeister ab, um zu sehn, wie das Land jenseits eines kleinenGehölzes beschaffen wäre. Varenne fand eine ziemlich große Ebne, wo ein Theil derArmee en Kamille aufmarschiren konnte, und die Feinde hatten dieselbe noch nicht be-setzt; doch fiengen sie bereits an, mib-einigen Escadrons darin vorzurücken; das Gehölzzwischen der Armee des Königs und der Ebne war licht. Sogleich ließ Türenne denMarschall la Fette' wissen, daß er nach dieser Ebne marschirte, und bat ihn, den linkenFlügel derselben zu besetzen. La Fette' genehmigte es, und die Armee von Türennesetzte sich mit breiter Front in Bewegung bey dem Berge St. Quintin vorbey, durchdas Gehölz hindurch, und erreichte das Thal zur Seiten des Berges, wo sie en Kamilleaufmarschirte, fünf oder sechs Redans vor ihrer Front auswarf, und in Zeit von zweyBussy Ra- Stunden hinlänglich gegen den ersten Anlauf verschanzt war." Zur Rechten floß ein"t'"' Bach, der von Roiset kommt, und ein wenig oberhalb Peronne in die Somme fällt;die Linke schloß ein steiler Berg, den man weder zu Fuß noch zu Pferde ersteigen konnte.Das Terrain zwischen beyden enthielt nicht mehr als höchstens die Front von dreyßigEscadrons, und vorwärts dieser Front lag ein kleines Thal, und gegen den Bach zuein Ravin, den die Cavallerie nur mit Mühe passiren konnte; der nächste Ort hießTincourt und Buyres.
Die Güte des Postens gab dem Soldaten den Muth und die gewohnte Freudig-keit wieder, die er beider ersten Stellung gänzlich verloren hatte; und die Feinde wür-den ihn nun nicht ungestraft attaquirt haben, ob sie gleich beynahe zwey gegen eins wa-ren.