2Z8 Feldzug vorn Jahr 1658.
Pferde, die auf die Weyde gegangen waren, zurückkommen, und wie die Truppen,Mk. die ohne Bagage in ihrem Lager gestanden, sich formirten." Ihre Armee war dieganze Nacht ruhig, und keiner von den spanischen Generalen glaubte, daß die Armeedes Königs sie angreifen würde, so daß gegen den Rath des Herzogs von Uork sogarden Truppen erlaubt ward, nach Fourage auszugehn. Um fünf Uhr des Morgenskam von den Feldwachen die Nachricht, daß man die französische Cavallerie ausrückensähe, und glaubte, ihre Armee würde die spanische angreifen. Sogleich trat ihre Ar-mee ins Gewehr, und die Generale gierigen vorwärts, um zu recognosciren. DerHerzog von Pork, der zuerst an die Vedetten gekommen war, erkannte die Engländeran ihren rothen Kleidern, und die Garden und alten Regimenter an ihren Fahnen, undsah, daß die ganze Armee aus ihren Verschanzungen rückte. Als er nach seinem Lagerzurückeilte, fand er unterwegens Dom Juan, der ihn fragte, was wohl die Absichtder Franzosen sey, worauf der Herzog von Uork antwortete, daß sie zur Schlacht an-rückten. Dom Juan schien es nicht zu glauben, sondern sagte, sie würden vielleichtnur die Feldwachen aufheben wollen, als eben der Prinz Conde' ankam, und DomJuan eben dieselbe Nachricht brachte. Niemand zweifelte mehr an der Absicht derfranzösischen Armee, und die Generale begaben sich ein jeder nach seinem Posten, umdie Schlacht an dem Orte, wo man stand, und mit den Vortheilen des Terrains anzu-nehmen , die man daselbst hatte, und weiter vorwärts verlor.
Die Infanterie, ohngefähr sechs tausend Mann stark, formirte fünfzehn Batail-lons, und stand sämmtlich in erster Linie, zwey einzige Regimenter ausgenommen, dieeine Art von Reserve formirten. Ihre Front gieng von einer der höchsten Dünen nahean dem Meer, queer durch die Dünen durch, bis zu den Wiesen zwischen ihnen und demCanal von Furnes. Die Nationalspanier hatten den rechten Flügel, und das Regi-ment von Dom Gaspar Bonifacio stand auf der höchsten Düne nahe am Meer, ein we-nig vorwärts vor der übrigen Front. Hinter ihm war das Regiment Meneses, undmachte Front gegen das Meer, um von daher die Flanque zu decken. Links von Bo-niface kam das Regiment Gomez unter Dom Antonio von Cordua, sodann Seralvo,König von Engelland und Lord Bristol, die nur ein Bataillon formirten, Z)ork unterMuskery, drey Regimenter Walloner, ein deutsches Bataillon, und sodann auf derletzten Düne gegen den Canal zu das erste Bataillon von der Infanterie des Prinzen;hinter dem Regiment des Königs von Engelland und Aork standen die RegimenterGrace und Willoughby als Reserve, und formirten ein einzig Bataillon. Die Ca-vallerie, so gegen acht tausend Pferde sich belaufen sollte, war kaum zur Hälfte gegen-wärtig,