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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vonr Jahr 1658.

quiren sollte. Diese aber wich, ob sie gleich das Glück des Herzogs von Pork gesehnhatte, weil sie weiter hin die ganze spanische Armee in die Flanque gefaßt, lind bereitsauf der Flucht sahe. Aber nur wenige entkamen von diesem Regimente so wie vonden andern. Pork, der hierauf dicht bey sich ein französisch Escadron auf seinerFlanque sah , eilte zurück, jedoch ohne Hoffnung, zu entkommen, wenn nicht zu seinemGlück der Prinz von Ligne mit einiger Cavallerie dieser entgegengerückt wäre, undeine Zeitlang sie aufgehakten hatte, wodurch der Herzog Zeit gewarm. Endlich zogsich auch der Prinz von Ligne zurück, und es geschah auf dieser Seite ferner kei-ne That.

Weil der linke Flügel von der Armee des Königs näher an dem Fsmde gestanden Bussy.Ra,als der rechte, so gieng auch das Gefecht hier am erst-? an. Wahrend des Mar- butin.sches formirte sich der rechte Flügel von beyden Theilen irr verschiedenen Linien hinter-einander, und vor der ersten Linie der Armee des Königs marschirten zwey TruppsFreywillige vom Regiment Montgommery, jeder von fünfzig Mann, unter den Capi-tals l' Estan und Benac, zwey braven Officiers. Das Regiment Bretagne war zurfernern Unterstützung bestimmt, und der Generallieutcnant Bussy-Rabutin gerietst aufdie Gedanken, dies Regiment rechts über dM Flügel hinaus und jenseits der kleinenGraben zu postiren, um der Cavallerie des Prinzen, wenn sie der französischen entge-genrückte, ein Feuer in die Flanque zu geben, und den Angriff der Cavallerie dadurchzu erleichtern. Rabutin, der als Volontair diente, that seinen Vorschlag dem Gene-rallieutenant Crequy, und dieser genehmigte ihn, und das Regiment wurde detaschirtunter dem Commando seines tapfern Oberstlieutenants l'Escouet; Conde' traf auf sei-ner Seite die nämlichen Maasregeln. Zu der Zeit kam ein Officier vom linken Flügelder Armee geritten, und rufte laut, daß der Herr von Castelnau die Feinde mit demlinken Flügel bereits geschlagen hätte; Rabutin, der es hörte, hielt es Anfangs für einStratagem, und daß der Marschall Türenne nach beyden Flügeln gleiche Botschaftschickte, hob also die Nachricht auf, und machte sie bekannter.

„Die Garden, die Schweizer, und die Regimenter Picardie und Türenne sien-gen nun an, die Infanterie, die ihnen gegenüber stand, zu attaquiren; und die vierEscadrons von der ersten Linie rückten gleichfalls gegen die feindliche Tete, die das Corpsdes Prinzen von Conde' ihnen bot. Seine Infanterie gab nicht mehr als eine einzigefurchtsame Salve, die französische hingegen feuerte fast nicht, und gerietst auch nicht inVerwirrung, um die feindliche zu verfolgen." Zwey hundert Schritt von dem Feinde Bussp. Ra»fanh die Cavallerie von der Armee des Königs einen Graben, der zwar nicht betracht-

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