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Feldzug vom Jahr 1653.
gegeben; Gadagne aber und er erkannten sich, und Bussy ward die Retraite des Regi-ments Infanterie gewahr, das bisher die Cavallerie des Feindes auf diesem Flügel un-terstützt hatte, und anjetzt nach der Brücke von Furnes eilte. Die französischen Esca-drons kamen zuvor, und das ganze Regiment wurde gefangen. „Dies alles trug sichkurz nach der Unordnung zu, die unter dem rechten Flügel des Feindes eingerissen war,und ihre ganze Armee gerieth darauf in Verwirrung, ohne sich wieder zu sammeln. DieArmee des Königs verfolgte, einige Escadrons, so zerstreut nachsetzten, ausgenommen,ihren Feind in Ordnung bis auf eine Viertelstunde Wegs. Ein Theil von der feind-lichen Infanterie rettete sich zur Linken in den Morast, die andern wurden gefangen.Man rechnete den femdlichen Verlust höchstens auf taufend Mann an Todten undVerwundeten, und auf drey bis vier tausend Gefangne; der Verlust aber von der Ar-mee des Königs war gering, und traf blos die äußersten Escadrons von den Flügelnund die englische Infanterie; die französische litt wenig.
Es war unmöglich den Feind weit zu verfolgen, weil man die Belagerung aufsich hatte; die Cavallerie aber setzte nach bis gegen Furnes, wo die Feinde Stand hiel-ten, weil sie gar wohl voraussahen, daß die Armee des Königs zur Belagerung zurück-kehren würde. Es begaben sich auch viele Gefangne dahin, die gegen Ranzion losge-lassen worden, und man erfuhr nach der Hand, daß die meisten feindlichen Generalewahrend des Gefechts gefangen gewesen. Dom Juan, der Marquis von Caracene,und die Herzoge von Aork und Glocester standen auf dem rechten Flügel des Feindesund thaten das Ihrige wohl, mußten aber am Ende mit den übrigen sich retten.
Nach der Schlacht kehrte der Marschall Türenne in feine alten Läger zurück, undschickte den Grafen von Pertuis an den König zu Calais, der sich hierauf sogleich nachMardyck erhub. Die Belagerung dauerte fort, und der Widerstand der Besatzungblieb noch eben so tapfer. Drey Tage nachher logirte sich endlich der Marquis vonCrequy auf der Contrefcarpe, jedoch mit vielem Verlust; und die Herren vonSchomberg, Varennes, Humieres, Bellefonds und Gadagne rückten nach diesem,ein jeder an seinem Tage, so weit möglich vorwärts. Es waren aber der feind-lichen Traversen so viel, daß jeden Tag eine wüthige Attaque, und zwar unbedeckt,geschehen mußte. Die Engländer, die zur Linken standen, vermochten, so tapfer sieauch waren, doch nie ein Logement auf dem bedeckten Wege zu vollenden, bis die Fein-de ihn endlich verlassen hatten. Der Herr von Castelnau wurde verwundet, indem erdas Fort Leon recognofciren wollen, und starb, nachdem er auch in dieser Belagerungmit vielem Muth und Nutzen gedient hatte. Es wurde eine Attaque auch gegen dies
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