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Feldzug vom Jahr 1672.
gen ward. *) Der König übergab die Armee des Prinzen von Conde' an den Mar-schall Türenne, und es drang dieselbe in den Bethau zu eben der Zeit, da der Königgegen die Assel agirte, und beyde verbreiteten sich als eine Fluch. Als nun aber bey Merlan,der in diesem Jahre entstandnen außerordentlichen Dürre alle Flüsse seicht worden, unddie französische Cavallerie an mehr als einem Orte aus dem Bethau über den Rheinsetzte, und das Lager des Prinzen von Oranien an den Verschanznngen hinter der Asselnunmehr im Rücken gefaßt werden konnte, so beschloß der Prinz, die dortigen Fe-stungen sämmtlich mit Infanterie und Geschütz zu verstärken, und mit dem Rest derArmee sich nach Utrecht zu ziehen. Die Regimenter Infanterie Cassiopen und Beve-ren wurden nach Nimwegen geschickt, der Oberste Nieuland nach Doesburg, die Ober-sten Freybergen und Ammena nach Arnhem, Schwarzenburg nach Zütphen, Brours-ma und Stecke nach Deventer, und Bamphikt und Ripperda nach Schwoll. Alles,was von der Miliz des Landes in dem Lager sich fand, wurde in die Städte an derAssel und zu Arnhem und Nimwegen vertheilt. Der Rest der Armee, womit derPrinz Arnheim vorbey gegen Utrecht sich zurückzog, bestund aus vierzehn Regimenternzu Pferde und sieben zu Fuß, in allem aus nicht mehr als acht tausend Mann; undmit diesen hoffte der Prinz von Oranien, wo nicht die ganze Republik, doch wenigstensdie Provinzen Holland und Seeland zu erretten. Die Armee der Staaten lagerte sicham 15WN Junius vor Utrecht längst der Vecht an dem daalschen Damm-, und mit demHauptquartier hinter der rothen Brücke: die Thore aber von der Stadt waren geschlos-sen; und weil sie bereits seit dem 9ten voll Aufruhr gewesen war, so schickten die Staa-ten von dck Provinz Gesandte an den Prinzen, ihn zu sich einzuladen, weil beydes dieBürgerschaft und der Magistrat sich zu vertheidigen beschlossen hätten, und ihn um Be-satzung und seinen Rath bäten. Als aber der Prinz von Oranien ihnen darauf dieSchleifung der Vorstädte ansagte, wurden dieselben sofort anders Sinnes, und der
Prinz
E) Montba^ wurde indeß zu Nimwegen in Ver- terien am Rheine entblößt habe, so daß man amhaft genommen, und zu Bodegrave ein Kriegsge- Tage des Gefechts Mangel an Geschütz und Trup«richt über ihn niedergesetzt, weil man ihn des Ver- pen gehabt hatte, und das frieslandische Regiment,raths beschuldigte, und daß er die Truppen, so zur so allein uzrch daselbst gestanden? durch die vorigenVertheidigung des Rheins ihm gesandt worden, Marsche völlig wäre erschöpft worden. Es gelanggegen Befehl nach Nimwegen geschickt, und als indeß Montbas, sich aus dem Gefängnisse durchder Gouverneur, Herr von Meldern, solche am Flucht zu erretten und zur französischen ArmeeRhein nöthiger als in seiner Festung befunden, uberzugehn, wo er sodann gegen die Republiksie dennoch wieder zurückgesandt, und die Bat« diente.
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