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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug von; Jahr 1672.

zogenbusch, und hinterließ aus Mangel von Anstalten zum Transport das ganze Maga-zin und alles Geschütz, und eine Festung, die nach Mastricht für die stärkste von,denganzen Niederlanden gehalten wurde, und unter allen am besten im Stande war. In-deß aber erfuhr der Prinz von Oranien, daß der Graf von Msnterey, Gouverneur vonden spanischen Niederlanden, dem Bündnisse zwischen Holland und seinem Könige zu-folge, beschlossen hatte, achtzehn Compagnien spanischer Truppen in die Städte Herzo«genbusch und Breda einzuwerfen, und schickte auf diese Nachricht Befehl, daß der Gou-verneur von Grave seinen Posten behaupten sollte, oder wofern er ihn bereits verlassenhätte, wieder dahin zurückkehren möchte, da denn dieser sofort feine Garnison wieder inMarsch setzte, und für sich selbst in eigner Person mit achtzig Dragonern vorausgieng.Allein er hatte, dem vorigen Befehl der Deputirten gemäß, kaum seine Festung verlas-sen, als der Marschall Türenne, der davon Nachricht erhalten hatte, schleunigst denHerrn von Clodore mit einem Trompeter und dreyßig Dragonern abschickte, um dieStadt wo möglich zur Uebergabe, und daß sie Deputirte an den Marschall schickte, zubereden. Clodore ward für sich, jedoch ohne Escorte, eingenommen, und die Depu-tirten waren bereits bey dem Marschall Türenne, als der Gouverneur von Walemburgmit seinen achtzig Dragonern vor den Thoren anlangte, und sie mit.Gewalt öffnen ließ.

Den 4ten Am Morgen des folgenden Tages kamen einige französische Truppen unter den Herren

Zuiius. du Plessis und Ioyeuse, vom Corps des Grafen von Chamilly, gegen die Stadt bisnach der reekschen Mühle, wo sie dieselbe auffodern ließen, und zwar abschlägige Ant-wort erhalten, zugleich aber durch den Herrn von Clodore den Stand der Sa-chen erfahren hatten, und diesem zufolge gegen die Garnison, die in vollem Anmarschwar, sich wandten, und eine Stunde von Grave, bey dem Dorfe Rcek, sie so unvermmthet überfielen, daß alles zerstreut ward. Walemburg, der, von der Bürgerschaft zumAccord gezwungen, den freyen Abzug nicht erhalten konnte, drohte, beydes sich undden Herrn von Clodore im Fall der Verweigerung das Leben zu nehmen, und erhieltdie Freyheit.

Dieser wichtigen Festung folgte endlich auch Nimwegen und Bommel. DerMarschall Türenne, der in Nimwegen eine Besatzung von zwey tausend sechs hundertMann, und ohngefähr eben so viel bewehrter Bürger, unter dem Commando des Ge-nerallieutnants Meldern gegen sich fand, hatte Anfangs, wie es zu der Zeit bey denholländischen Festungen hinlänglich schien, blos von der rechten Seite der Waal her mitStücken und Bomben sie geängstigt; als aber die Drohungen nichts fruchten wollen,sich gezwungen gesehn, am isten Julius die Waal zu passten, und förmlich den Platz

anzu-