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Feldzug vorn Jahr 1672.
wichtigen Platzes äußerst wahrscheinlich. Dennoch ward er und Groningen die erstenSchranken, so Frankreichs Siegen gesetzt wurden; Herzogenbusch durch die Ueber-schwemmnng der ganzen Gegend von einem so langst für Holland gewünschten Regen,Gröningen aber durch seinen Widerstand.
Rabenhaupt als Gouverneur, der Herzog Bernhard Don Plön als Comman-dant, und der Oberste Stolzcnburg von der Cavalterie vertheidigten die Stadt alsHäupter von der Miliz; die Besatzung belief sich zwar nicht höher als auf zwölf hundertMann, aber die ganze Bürgerschaft hatte zu den Waffen gegriffen, und der Verrathwurde mit Ernste gestraft. Ob nun gleich der Bischoff von Münster die Eroberungder Stadt zum Hauptwerk sich machte, und feine Truppen vom Galgenberge und diecölnischen vom blauen Hause ab, jede ihre eigne Attaque formirt, und die Stadtnicht nur hart mit Bomben geängstet, und einen Theil derselben zu Asche verwandelthatten, so gelang es ihm dennoch nicht, die Gemeinschaft derselben mit Friesland undHolland durch die Fahrt des Reydieps zu unterbrechen, und die Belagerten erhieltenvon Zeit zu Zeit Mannschaft und Munition, so daß der Bischoff die Belagerung, dievom ozsten Julius bis zum obsten August gedauert hatte, aufzuheben gezwungen wurde,weil seine Armee theils sich erschöpft und muthlos geworden, theils die übrige Lage derSachen den Rückzug rathsam gemacht hatte. Der König aber, nachdem er einigeTage lang den Ablauf der Wasser vor Herzogenbusch vergebens erwartet hatte, bracham 26sten Julius von seinem Lager daselbst auf, und erhob sich nach Paris, nachdemer dem Marschall Luxemburg bis zur Wiederherstellung des Prinzen von Conde' dieArmeen in den eroberten Provinzen von Holland jenseits der Assel, und dem MarschallTürenne die Armee diesseits übergeben hatte.
Die Republik, die bisher ganz ihren eignen Kräften überlassen gewesen, und, ob Mei-ian lind-ste gleich noch keine That gethan, doch Freyheit oder Untergang zum Grund ihrer Rath.Puftndorf.schläge gemacht hatte, fand endlich von außen die Hülfe, die sie lange fo sehnlich ge-wünscht hatte. Churfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, mit dem Zunamender Große, war der erste, der für die untergehende Republik sich erklärte, und, nachdemer bereits am 26sten April mit derselben sich verbunden hatte, itzt, wie nahe sie dem Un-tergänge auch war, dennoch dem Bündniß treu zu bleiben beschloß, obgleich der Ge-sandte von Frankreich ihm die vortheilhaftesten Erbietungen gethan hatte. Vermögedes Bündnisses hatte der Churfürst sich anheischig gemacht, die Staaten mit einer Ar-mee von zwölf taufend Mann zu Fuß und acht tausend zu Pferde zu unterstützen; die
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