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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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351
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Feldzug vom Jahr 167z. zzi

Indeß nun aber der Prinz von Oranien die Lander der Staaten auf dieser Seitegedeckt hatte, drang auf der andern der König von Frankreich in eigner Person mit ci-ner großen Armee in die spanischen Niederlande ein, und im Rücken drohte die englischeFlotte den Küsten von Seeland. Der König, der die Belagerung von Mastricht be-schlossen hatte, nahm, um das Unternehmen zu decken, seinen Weg nicht über dieSambre, sondern durch Flandern und das spanische Brabant. Das Rendezvous derArmee war bey Harlebeck, wo der König, nachdem er seine flandrischen Festungen be-sehen hatte, am2Osten May anlangte, und bald darauf den Herzog von la Feuillademit zwey tausend Pferden vorausschickte, um Posto an dem Canale von Brügge zufassen, wo sodann der Herzog von Orleans mit einem beträchtlichen Corps übergieng.

Der König gieng zwischen Deynse und Gent über die Lys, und campirte zu Gavre',Bussebroeck und Lykirchen; der Herzog von Orleans aber folgte, und die ganze Armeestand am zosten May bey Anderlegt, am Ufer der Senne, und der Marquis vonRoche-fort gieng über den Fluß, und umgab mit seinen Cantonnirungen Brüssel, so daß dieFurcht des Angriffs, die allgemein in den spanischen Niederlanden sich verbreitet hatte,nun zur Gewißheit zu werden schien. Der Gouverneur der Niederlande, Graf vonMonterey, der, obgleich noch kein Krieg zwischen Frankreich und Spanien erklärt wor-den, dennoch allerdings nicht wissen konnte, wie hoch vielleicht der König die Unterneh-mung des vorigen Jahrs gegen Charleroy aufgenommen, hatte verschleime Gesandte anden König geschickt, um die Gesinnungen desselben zu erfahren; und weil diese ihm allenichts Gutes verkündigten, hatte derselbe, was er konnte, zusammengezogen, dieTrupperi, die er dein Prinz von Oranien geschickt, zurückberufen, und selbst die Gar-nison von Mastricht geschwächt. Sobald nun der König dieses gesehn, und daß neueVerstärkung von Mastricht unmöglich geworden, so erhielt der Generallieutenant düMontal den Befehl, die Garnisonen von Tongres und Maseyck aufzuheben, undMastricht zur Rechten der Maas zu berennen, da indeß der Graf von Lorges von der Den 6tenArmee des Königs zur Linken anlangte; die ganze Armee folgte auf dem Fuße, und 3 »lius>erreichte am roten den Platz. Es wurden Linien beydes gegen den Feind von außenund gegen die Stadt aufgeworfen; der König campirte zur Linken der Maas, der Her-zog von Orleans zur Rechten; und die äußern Arbeiten, an denen schon vom 8ten andie Truppen der ersten Berennung mit Landleuten gearbeitet hatten, wurden am r4tenvollendet.

Die Festungswerke von Mastricht bestanden zu der Zeit aus einer guten Ring-mauer mit verschicdnen Thürmen und Bastionen, und jenseits derselben aus verschiednen

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