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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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372
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z?r Feldzug vom Jahr 1674.

die vorhin erwähnten Vortheile hatte, und von der französischen Artillerie sich zwar zurück-hielt, aber auch eben dadurch von der Stadt entfernt stand, und die Aussicht in das Defileeverlor. Hintev diesem ckamp äe Kamille war ein Wald mit verschiednen Wegen, derihren Rückzug völlig sicher stellte; der Rückzug der Franzosen aber, die auf acht Stun-den von Philippsburg standen, schien, wenn sie die Schlacht verloren, grdßrer Gefahrunterworfen. Türenne beschloß, die Stadt anzugreifen, weil die Feinde so weit sichdavon entfernt hatten, und ihre Eroberung bey seiner großen Überlegenheit an Infan-terie wahrscheinlich war. Die fünfzehn hundert Commandirte von den elsassischen Re-gimentern mit den Dragonern erhielten Befehl zum Angriff, und die Grenadiers vonla Ferte' und zwey hundert Commandirte von den vier andern Bataillons unterstützten.Der Widerstand in den Gärten und Hecken war Anfangs tapfer; als man aber hierund da den Rücken gewonnen, wich alles nach der Stadt, so daß man verschiedne Gerfangne machte, die Zugänge gewann, und jenseits derselben zwischen ihnen und demGraben der Stadt Meister von einer Ebne ward, die ohngefähr auf hundert Schritthielt; doch war man daselbst dem ganzen Feuer der Mauer und der Faussebraye bloß-gestellt. Cezan, Major - General von der Infanterie, ordnete hier den Angriff, und eswurde nach hitzigem Gefechte die Faussebraye zur Linken, wo eine Brücke geblieben, er-stiegen; zur Rechten aber, wo sie abgebrochen, warfen sich die Dragoner ins Wasser,und gewannen das Thor, das nach dem Defilee zuführte, so daß nach Zeit von andert-halb Stunden die Thore offen wurden , und der Feind mit Verlust von vier hundert Ge-fangnen die Stadt verlor; Talvanne, Hauptmann vom Regimente Türenne, erbeuteteeine Fahne von Strenig.

Der Marschall, der das Defilee von den Feinden verlassen fand, ließ sofort dieGrenadiers vor: la Ferte' und sechzig Dragoner ganz durch dasselbe hindurch, besetzte miteinem andern Detafchement die Mitte, wo eine Art von Thorweg sich fand, und reco-gnoscirte nach dieser Anstalt das Defilee und das Land jenseits selbst. Es fand sich amAusgange ein ckamp cle Kamille von ohngefähr sieben bis acht hundert Schritt Breite,das zur Rechten durch große gcschloßne Weinberge mit dicken Hecken, und zur Linkendurch eine Hecke gedeckt war, die gegen den Feind zu sich verlor; links aber von dieserlag eine Abtey als ein Schloß, zu der von der Stadt aus ein tiefer hohler Weg führte;und es konnten nicht nur die Flügel der kleinen Ebne durch Infanterie gedeckt werden,sondern es fanden sich auch Posten in der Front, wo sie vor dem Angriff der Cavalleriesicher stand. Hierauf ließ der Marschall durch die Detaschements von den Regimen-tern Champagne, Türenne und Languedoc die Abtey und die Hecken zur Linken besetzen,

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