z9o Feldzug vom Jahr 1674.
und gieng zu Lampertsheim über die Süffel in drey Colonnen, die Cavallerie zur Lin-ken nach der Seite von Straßburg, und ihr zur Rechten die Infanterie, und sodann dieArtillerie und Bagage. Man rückte in dieser Ordnung gegen die Breusch, als umvier Uhr des Morgens in der Gegend von Achenheim der Herr von Rochepaire, der mitzwey hundert Pferden auf eine starke Viertelstunde voran detaschirt war, die Nachrichtbrachte, daß man Quartiere vom Feind sahe, worauf der Marschall die Armee haltenließ, und vorwärts nach den Höhen gegen Dachstein, da Repaire stand, hingieng, undden Feind in drey Quartieren vertheilt sah. Der Marquis von Bouflers erhielt Be-fehl, das Dorf Achenheim und die Kirche zu besetzen; und als ein Officier von denParteygängern, Grand-Claude, die Nachricht gebracht, daß er jenseits eines langenDestlees zwischen der Mouzig und Breusch oberhalb eine Brücke und unterhalb eineFurth über die Breusch gefunden, so wurde der Graf von Lorges mit den Dragonerndahin detaschirt, denen die Grenadiers und ein beträchtliches Detaschement Infanteriezur Unterstützung folgten. Als nun der Graf Lorges jenseits der Breusch die Gegenddes Dorfs Holzheim recognoscirt, und vorwärts desselben eine beträchtliche Ebne gefun-den hatte, in welchem vom Feinde nur eine kleine Feldwache stch fand, so ließ er sofortdas Dorf mit den Dragonern und fünfzehn hundert Mann Infanterie unter dem Mar-quis von Douglas besetzen , und den Stand der Sache den Marfchall Türenne wissen.Dieser recognoscirte hierauf die Ebne selbst, und schickte, nachdem das Dorf besetztworden, seiner Armee den Befehl, zu folgen, so daß diese die ganze Nacht durch desi-Feuquieres lirte, und zur Linken des Dorfs hart an dem Flusse en bataille sich stellte. Dieund ^ncf l Schwierigkeiten des Uebergangs über die Breusch, so durch die vorigen Regen ge-Daubrün^ schwollen, gaben den Feinden die Zeit, ihre Quartiere zu sammeln, und dem Terrainteures cje gemäß sich en Kamille zu stellen, die ohne dies erwähnte Hinderniß ihnen würde ge-^-fehlt haben.
Als nun mit Anbruch des Tages vom 4ten October die ganze französische Armeepassirt war, erhob sich ein dichter Nebel, während dessen der Marschall eine kleine Be-wegung vorwärts unternahm, um die Armee in beßre Ordnung zu stellen; und manwurde an der Ecke eines Holzes, so zur Rechten lag, zwey kleine Trupps feindlicherCavallerie gewahr. Die Armee rückte auf fünf hundert Schritt vorwärts, und derMarschall beobachtete indeß diese zwey Trupps und die Lage des Holzes, so dergestaltauf die französische Rechte stieß, daß, wenn die Armee noch auf zwey bis drey hundertSchritte vorrückte, die Flanque ihres rechten Flügels hart an demselben zu stehen kam;und weil das Holz auf ohngefahr tausend Schritt Länge, und, gegen die Armee gerech-