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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1674.

fehle, den Morgen darauf nach Mühlhausen marschfertig zu seyn. Samt Aoust,Mestre de Camp, der mit drey hundert Pferden gegen die Ebne von Semheim deta-schirt worden, trieb die brandenburgischen Wachen mit Verlust einiger Gefangnen zu-rück, und man erfuhr gegen Anbruch des Tages , daß die Truppen in den Quartierender obern III sich noch nicht völlig zurückgezogen hatten. Als hierauf der Marschall denWeg nach Mühlhausen angetreten, brachte der Herr von Harcourt, ein Adjutant,den er nach dieser Stadt, .die zum Schweizer-Bunde gehört, und neutral war, geschickthatte, die Nachricht, daß jenseits der III Truppen den Fluß abwärts nach der Stadtzu marschirten. Es waren in der Gegend, wo die französische Cavallcrie die Jll er-reichte, zwey Furche, und die Feinde halten ihre Front nicht gegen dieselben genommen,sondern standen mit dem rechten Flügel gegen die Jll, und mit dem linken gegen dasGebirge, und einen kleinen Ravin vor der Front; den Furth zur Linken, wo mangegen ihre Flangtle sich formiren konnte, besetzten sie durch zwey Escadrons, die vondenen, so gegen den Ravin Front machten, auf hundert und zwanzig Schritte abstan-den. Die Brigade von Sourdis gieng mit der leichten Reuterey über den Furth zu derLinken, und die Gens d'armes über den Furth zur Rechten, wo man dem Ravin gegen-über sich formiren mußte; und weil daselbst eine Höhe langst des Ufers fortlief, so ließder Marschall die Gens d'armes über die Höhe an das Ufer Hinreiten, damit die Feinde,so das Terrain hinter derselben nicht beurtheilen konnten, die Truppen für die Teteeiner tiefern Colonne ansehen möchten, welches auch, wie man sagt, geschah. DerFurth war breit, und die Gens d'armes giengen escadromveise über, da indeß dieleichte Reuterey gleich mit den zwey ersten Escadrons, die passirt waren, unter Mon-tauban und Montclar attaquirte, und Anfangs glücklich war, alsdann aber gedrängtund Montauban gefangen wurde. Die ersten Trupps der Gens d'armes giengen zurrechter: Zeit über den Ravin, um den andern Luft zu geben, wobey die Escadron derEngländer und Schotten sich hervorthat, und diese erste Tete der Feinde bis nach-Mühl-hausen gesprengt wurde. Weil aber im Thale zu ihrer Linken immer noch neue Trup-pen anlangten, so daß nach der Stellung, so sie genommen, wenn vorwärts gefochtenwurde, auch im Rücken neues Gefecht angehen konnte, so wurde die Sache zweifel-haft, und hatte abwechselndes Glück. Der Marquis la Fare, Lieutenant von denGens d'armes Dauphin, der mit der: Schotten und Engländern, die zuerst den Ravinpassirten, angriff, und, als diese gewonnen, wieder zurückkehrte, um bey seinem eignenTrupp zu seyn, fand diesen eben im Anmärsche gegen einige Escadrons Lothringer, dielängst Des Thales ihren Marsch hatten fortsetzen wollen, und so tapfer daselbst stritten,

daß