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Feldzug vom Jahr 1674.
nung, daß die zwey folgenden Escadrons von den Gardes du Corps Zeit gewannen, sichzu formiren. Hierauf wurden auch die übrigen Escadrons der Alliirten durchbrochen,und bis zu einem andern großen Desilee verfolgt, hinter welchem sie Truppen en bataülsaufmarschirt hatten. Chazeron als Brigadier hatte die Tete des zweeten Angriffs, undder Sohn des Prinzen und die Herzoge von Navailles und Luz-emburg waren als Gene-rale zugegen, und der Graf von Königsmark wurde verwundet. Fourilles vertriebauf seiner Seite gleichfalls, was ihm von Cavallerie entgegengestanden, und stießnvie«der zu dem Prinzen.
Nach dieser ersten Niederlage zog sich die Arriergarde der Alliirten weiter auf-wärts, und besetzte mit drey Bataillons ein Desilee; jenseits aber desselben auf einer Höhemarschirte ihre Cavallerie auf, und der Prinz ließ sofort seine Infanterie die vortheil-haftesten Hecken besetzen, um so bald als möglich den Angriff zu thun. Der General-lieutenant Fourilles erhielt Befehl, mit den zwey ersten Escadrons von den Gardes duCorps das Desilee zu formen, und drang auch glücklich durch die Bataillons, die das-selbe besetzt hatten. Als er aber sodann von der Cavallerie, die sie unterstützten, ange-griffen wurde, wurden seine Escadrons geworfen und er verwundet. Dennoch warder Angriff schön, und es that Fourilles alles, was man von ihm erwarten konnte, undder Rest der Garden und Gens d'armes gewann durch ihn die Zeit, weiter oberhalb denBach zu passiren, wodurch die Arriergarde der Alliirten von ihrer Armee abgeschnittenwerden konnte. In dieser Gefahr erhielt der Prinz von Vaudemont Befehl, mit sei-ner Arriergarde zur Rechten an die Armee sich wieder anzuschließen, und es war derselbeeine Zeitlang auf diesem Marsche durch einen Ravin, der ihn von der französischen Ca-vallerie trennte, gedeckt. Als diese aber gleichfalls sich links gezogen, und der Ravinnun passirt werden konnte, geschah der neue Angriff so schnell, daß der Prinz von Vau-demont kaum die Zeit hatte, die ersten drey Escadrons von seinem Regimente, Holsteinund Langerack zu wenden. Diese hielten den ersten Angriff aus, wurden aber gewor-fen; und weil das Terrain fehlte, und die Hintern Linien nicht unterstützten noch Standhielten, so wurde die Flucht allgemein, und das wenige was entkam, setzte sich zumTheil hinter der holländischen Infanterie, theils hinter der spanischen Cavallerie, so demGefechte am nächsten war, in einer Ebne, die nun zum dritten Posten ward.
Indeß schickte der Prinz von Oranien Befehl an die Armee, Halte zu machen;und die ersten Truppen, die durch die Verlängerung der Colonnen, so damals noch be-trächtlicher als itzt, vorgerückt waren, kehrten zurück, und man suchte Posten, wo manFront machen und die linke Flanque bedecken konnte. Die holländischen und kaiser-^ Kkk lichen»