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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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448
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Feldzug vem Jahr 1674.

Prinz von Oralsten. Dieser wollre Anfangs wieder zurückkehren, um dasclnamp äe batMe zu behaupten; Touches aber bestand auf dem Gegentheil, undsüstckle an den Grafen von Chavagnac den Befehl zum Rückzug. Dieser ließ hundertPferde auf dem Schlachtfelde, um die französischen Verwundeten, so zurückgebliebenwaren, zu schützen, und schickte an den Prinzen von Conde'einen Trompeter, es ihmzu melden; das Corps folgte der Armee, die zwischen Haisne, St. Pierre und St.Paul das Lager aufschlug.

So endigte sich dieser blutige Tag, der keine rangirte Schlacht zu nennen, son-dern eine Reihe von verschiednen Gefechten, die eines nach dem andern längst der Co-lonne einer Armee, die im Marsche war, gegeben wurden. Jedes Gefecht war ein-zeln für sich und ein Ganzes, und die Action in und rückwärts von dem Dorfe Seneffhatte weder in Ansehung des Terrains noch der Truppen einen Zusammenhang mit denGefechten, die diesseits in und oberhalb dem Dorfe Nicolas au Bois vorgefallen wa-ren , und eben so wenig dieses mit den letzten in den Hopfenbergen und dem Dorfe vonFayt. Es wollten einige den Prinzen von Conde' eines doppelten Versehens zeihen,eines Theils, daß er die Armee nicht zuvor in beßrer Bereitschaft und Stellung gehal-ten, um einen so entscheidenden Entwurf gegen die feindliche auszuführen, anderns,daß er bey diesem Versäumniß nicht mit den ersten Vortheilen sich begnügt hätte. Esist aber allerdings gewiß, daß der Prinz die unvergeblichen Fehler, so die Feinde began-gen, nicht voraussehen konnte; und, wenn sie, wie nothwendig zu vermuthen, inder kleinen Ebne hinter Seneff und dem nächsten Defilee Truppen zum Empfange derArriergarde des Prinzen von Vaudemont postirt hätten, so war es unmöglich, etwasmehr zu unternehmen als eine Attaque gegen diese Arriergarde, in dem Augenblicke, dasie den Colonnen zu folgen sich in Bewegung setzen würde. Und hiezu hatte der Prinzallerdings mit der ihm eignen Schnelle und Geist die trefflichsten Anstalten getroffen.Wenn er aber alsdenn nach dem ersten Erfolg weiter als ihm gelang das Gefecht fort-setzte, so waren der Gründe, die ihn dazu bewegen oder verleiten konnten, viel, weilman allerdings Hoffnung hatte, die Feinde muthloser als sie waren zu finden; weil nachden bisherigen Niederlagen die Reihe des Gefechts alt die Holländer kam, deren Stand-haftigkeit man nur an diesem Tage erst kennen gelernt, und die der Prinz, wie mansagt, nach den ersten Begebenheiten des Kriegs allein beurtheilt hatte; und endlich,weil die Uneinigkeit der Generale und ihre Langsamkeit zum Rath durch alles, was sienoch unternommen, bekannt war. Dies all:s aber überwogen die Vortheile des Ter-rains, und die Standhaftigkeit, die der Prinz von Oralsten bey den Kaiserlichen schon

fand,