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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug von: Jahr 1674.

dieselbe vermindert. Am zogen August commandirte der Gouverneur die ganze Caval-lerie zum Ausfall; hundert Mann Infanterie saßen bey dem ersten Trupp en croupeauf, und der Rest der Cavallerie folgte zu ihrer Unterstützung. Niemand durfte aufdem Walle sich zeigen; um Mittag aber wurden mit einmal alle Thore und Barrierenauf dieser Seite geöffnet, und der Ausfall brach in erwähnter Ordnung vor. Dererste Trupp mit der Infanterie en oroupe war vor der Parallele, ehe die Wachen dasGewehr ergriffen, und die Infanteristen, die abgesprungen, und mit der Cavalleriehinter sich keinen andern Weg hatten, als nach dem Feinde, warfen sich in die Parallele,woraus die Wache, so in einer Compagnie Friesländer bestand, in größter Eil zu ent-fliehen suchte; die Cavallerie aber, die ihre Unordnung wahrgenommen, schnitt sie aufder andern Seite ab, so daß drey Fahnen und an die hundert und zwanzig Mann ge-fangen wurden, und achtzig auf der Stelle blieben. Escossois von Normandie undQuerville von Dampierre commandirten die Infanterie, D'epe'e und Berfeld die Ca-vallerie; der Herr von St. Louis unterstützte.

An der Attaque der obern Maas rückten die Belagerer nahe an die äußersten Lo-gements lVl jenseits des Vorgrabens. Die Besatzung hatte hier, so wie auf jener Seite,einige Gruben, daraus die Feinde sie, wiewohl vergebens, zu vertreiben gesucht hatten.

Am isten September ließ der Gouverneur die Redoute jenseits der Maas in dieLuft fliegen. Eine Stunde vorher wurde eine Tonne Pulver angezündet, um die Bela-gerer zu bereden, daß die Mine bereits gesprungen wäre; sie entdeckten aber die List.Die Arbeit auf der Seite von Ravenstein gieng unermüdet fort, und die Besatzung thatjede Nacht verschiedne kleine Ausfälle aus den oft erwähnten Gruben, und wechseltemit den großen und kleinen Ausfällen ab, so daß die Belagerer immer in Unruhe waren,und die Arbeit nur langsam vorrückte.

Am zten September schickte der Marquis von Chamilly sechs e^tschtz>ßne Boots;leute nach dem Damme, den die Belagerer durch den peeler Morast ge/ührt hatten, undließ ihn durchstechen, wodurch der Graben Wasser im Ueberfluß bekam; die Belagererstellten den Schaden wieder her, und bewachten den Damm mit größrer Sorgfalt. DieBelagerer, M die Kräfte der Besatzung zu schwächen, öffneten von der Seite von Her-zogenbusch eine neue Transchee, und verbanden diese Arbeit mit der von Ravenstein.

An der obern Maas wurde das Logement X als eine Flesche errichtet.

In der Nacht vom i7ten thaten die Belagerer einen vergeblichen Versuch gegendie Gruben von der ravensteiner Attaque; an der obern Maas aber wurdensie am 22sten davon Meister. Sie waren nun dem Vorgraben nahe, und man sah

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