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Feldzug von; Jahr 1674.
Gouverneur also befahl, daß die Besatzung an der zweyten sich hielte, und es wurdenan dieselbe Faschinen angelegt.
Am 2zsten war das Logement der Belagerer an dem Bare der obern Maas ingutem Stande, und die Belagerer legten ein großes Magazin von Faschinen daselbst an,um den Graben vom halben Bastion V zu füllen. Weil aber das Logement nur kleinwar, ließ der Gouverneur einen kleinen Ausfall unter einem Sergeanten mit neun oderzehn Mann dagegen unternehmen, denen ein braver Soldat mit Brandzeuge folgte, dasin die Faschine gelegt und angezündet wurde. Die Belagerer suchten den Brand zu lö-schen, vermochten es aber wegen des heftigen Feuers aus den Hornwerken nicht, undder Brand verzehrte das ganze Magazin.
Am 24sten kam der Befehl des Königs, den Platz unter der Bedingung zu erge-ben, daß die Besatzung freyen Abzug mit allem Geschütz, das das französische Wappentrüge, erhielte; wo nicht, bis auf den letzten Mann sich zu vertheidigen. Der Gou-verneur hielt den Befehl geheim, und sorgte vor allem, daß die Belagerer in dieser Nachtnichts gewönnen, um ihnen den Platz zu ergeben, ehe sie auf dem bedeckten Wegefesten Fuß gefaßt hätten.
Am 25sten, da der Gouverneur sich noch nicht entschließen konnte, die Chamadezn schlagen, verlangten um neun Uhr die Belagerer einen Stillstand, um die Leichnameder sechs Mann, so zwischen den Pallisaden geblieben waren, weil unter ihnen ein bran-Lcnburgischer Officier von Range sich befand, zu suchen. Der Gouverneur, um Zeitund Anstand zur Unterhandlung zu gewinnen, bewilligte den Stillstand, und schicktenach einiger Unterredung mit dem Obersten Goldstein den Hauptmann la Motte vonNormandie an den Prinz von Oranien, ihn zu complimentiren, und mit dem Auftrage,als für sich einige Vorschlage zur Capitulation zu thun; den Befehl des Königs aberhielt er dennoch geheim.
Am 27sten wurde die Capitulation nach einigen Hin- und Wiedergangen endlichgeschloffen, und die Garnison erhielt selbst mit den Deserteurs den freyen Abzug, vierund zwanzig Stück mit französischem Wappen, die Pontons und alle Bagage der Gar-nison. Die Gefangnen wurden von beyden Seiten ohne Ranzion gewechselt. DemPrinz von Oranien siel die Zahl der Stücke Anfangs hart; weil aber der Gouverneurganz ohne Ausnahme darauf bestand, willigte er sie endlich ein, und schenkte ihm auseigner Bewegung zwey Stücke, so zuvor die Stadt Zwoll, darin er als Gouverneurgestanden, zum Zeichen der Dankbarkeit ihm gegeben hatte. Die Garnison marschirteaus am 2Zsten Oktober nicht stärker als zwölf hundert Mann, davon jedoch einige
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